Sublokaler Content für Regionalzeitungen

Welche Rolle spielen digitale Informationen in einem Bereich, in dem Menschen noch täglich auf der Straße miteinander reden, wo Plakate für eine Schulaufführung noch alle erreichen, wo Stammtische noch regelmäßig abgehalten werden?

Dieser Frage ging die Seminargruppe “Redaktionsmanagement/ Crossmedia” unter meiner verg. im Sommersemester 2011 in Kooperation mit den Onlineredaktionen von „mz-web.de“ aus Halle und „lvz-online“ aus Leipzig nach. Der Abschlussbericht analysiert die digitalen Chancen im Sublokalen und kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Von Texten über Bilder bis hin zu Videos steht heute eine nahezu unbegrenzte Formenvielfalt von Laieninhalten zur Verfügung. Diese erfüllen allerdings nur selten professionelle Standards. So gibt es online eine Unzahl PR-gefärbter Texte, privater Bilder ohne erkennbaren öffentlichen Nutzen sowie Videos, die kaum handwerkliche Minimalanforderungen erfüllen. Hier liegt eine Herausforderung partizipativer Formate.

Welche öffentlich zugänglichen Inhalte sind im sublokalen Bereich existent und welcher Qualität kann ausgemacht werden? Die Grundlage für Antworten auf diese Fragen bildet eine möglichst lückenlose Analyse aller online vorhandenen Akteure und Quellen eines als „sublokal“ zu charakterisierenden Gebietes. Wir haben deshalb eine Strukturanalyse online durchgeführt. Als Analysegebiete wurden beispielhaft gewählt:

  •  der Leipziger Stadtteil Plagwitz (rund 12.000 Einwohner, 1,6 km² Fläche)
  • und der Ort des Burgenlandkreises Weißenfels an der Saale (rund 40.000 Einwohner, 113 km² Fläche).

Download: Projektbericht, 65 Seiten, PDF, 712kB

Ein Gedanke zu “Sublokaler Content für Regionalzeitungen

  1. Dazu gibt es jetzt einen guten Artikel der taz über hyperlokalen Journalismus: “Berliner Kiezblogs und Onlinezeitungen: Trüffelschwein im Kiezgewimmel”

    “Selbstausbeutung ist immer eine Gefahr”, sagt Martin Welker, der sich als Professor für Journalistik am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig wissenschaftlich mit dem Thema lokaler und hyperlokaler Webseiten befasst hat. Insgesamt sieht er aber trotz fehlender gesicherter Erkenntnisse publizistisches Potenzial für den Do-it-yourself-Onlinejournalismus: “Die Angebote stellen die Frage nach der Partizipation am Mediensystem wieder ganz neu.”

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