Medienpreisverleihung Leipzig – Kritik an Westergaard-Karikaturen

In einer teilweise bewegenden Zeremonie mit kontroversen Zwischentönen sind in Leipzig drei Journalisten mit dem „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien“ ausgezeichnet worden: Mohammed-Karikaturist Kurt Westergaard, der bulgarische Reporter Assen Yordanov und der afghanische Journalist Sayed Yaqub Ibrahimi. westergaard1.jpg (Bild: OB Jung gratuliert Westergaard). Ungewöhnlich fand ich, dass auf offener Bühne Kritik an den Mohammed-Zeichnungen des Preisträgers Westergaard geübt wurde, und zwar von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und auch von Mit-Preisträger Ibrahimi. Dieser sagte, die Karikaturen vermittelten ein falsches Bild der Demokratie, er stimme mit Westergaard nicht überein, trotzdem seien die Presse- und Meinungsfreiheit zu verteidigen und somit auch Westergaard. Das war ein differenziertes Urteil. Das Presseecho zur Verleihung ist entsprechend groß. Bewegend: die Rede von Yordanov, der auf mich einen sehr gefassten und bescheidenen Eindruck machte. Überaus hörenswert war m.E. aber auch die Rede von Bundesinnenminister de Maizière: nüchtern, unaufgeregt, klar.

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