Wieder am Netz!

In meinem München-nahen Domizil bin ich endlich am Netz. Und zwar am Kabel, was außerordentlich flott ist. Nach wochenlangem Termin-Ärger mit Telekom-Technikern bin ich kurzerhand zu Kabel-Deutschland geswitched und siehe da: Donnerstags angerufen und bestellt – Dienstag Mittag Installation durch Techniker und sofort am Netz. Chapeau!

Keine Digitale Spaltung…

…auch nicht, wenn MigrantInnen berücksichtigt werden. Das sagte Cornelia Lins im Eröffnungsvortrag der Tagung „Online-Kompetenz von Migrantinnen und Migranten“ im FEZ Berlin. In einer kurzen Bestandsaufnahme unterschiedlicher Studien, v.a. auch der neuen Ausagabe des (N)Onliner-Atlas. „Die Herkunft kann nicht als eigenständiges Merkmal für die Internet-Nutzung angesehen werden, sondern nur klassische demogr. Variablen. Internet ist im Zusammenhang mit Migration kein Problem- sondern ein Potenzialthema.“ MigrantInnen online
Diese Aussage passt ganz gut zu meinem Statement, das ich gegen 15:30 h abgeben werde. Das paper kann man hier abrufen:migrantinnen-und-migranten.pdf

Onlinequellen in Beiträgen deutscher Leitmedien

Wie halten es führende deutsche Medien mit Internetquellen in ihren Beiträgen? Das wollte ich mal wissen und habe im Rahmen meiner laufenden Habil. über 4.000 Beiträge von Süddeutscher Zeitung, Frankfurter Allgemeinen, Tagesschau und RTL News ausgewertet.
Im Detail wurde untersucht, wie hoch der Anteil von Onlinequellen in Nachrichten der Ressorts Politik und Zeitgeschichte von vier Leitmedien ausfällt und welches Gewicht die jeweilige Onlinequelle aufweist. Ferner wurde analysiert, wie sich diese Anteile im Längsschnitt verändert haben. Getestet wurden zwei Mediengattungen, TV und Print und Angebote, die aufgrund ihrer Reichweite und publizistischen Bedeutung als bundesrepublikanische Leitmedien definiert werden: Tageschau (20 Uhr Sendung), RTL-Aktuell (18.45 Uhr), Süddeutsche Zeitung (SZ) und Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).
„Onlinequellen in Beiträgen deutscher Leitmedien“ weiterlesen

Zeitungen feiern Google

Es ist unglaublich: Nahezu jede große Tageszeitung hatte die verg. drei Tage einen Artikel zu Google im Blatt (329 Artikel bei Google News). Und dabei ging es noch nicht einmal um aktuelle Nachrichten, der offenbar etwas lückenhafte Browser Chrome verzeichnet mit gerade mal 173 Einträgen nur die Hälfte der Geburtstags-Artikel. Nein, es ging um: 10 Jahre Google!! Was mal wieder zeigt, welche Anziehungskraft Jahrestage auf Journalisten ausüben. Die Blätter feierten was das Zeug hält – warum eigentlich?

Google Tasse
Hier eine kleine Auswahl: Die FAZ spricht von Endspiel (und meint damit aber nicht Zeitung gegen Internet, sondern Microsoft gegen Google), Bild „erzählt die Erfolgsgeschichte“ von Google, sogar die TAZ lässt sich nicht lumpen und veröffentlichte ein aus meiner Sicht mäßig interessantes Essay auf S.3. Die Netzeitung führt vor Augen, dass auch Blogger reagierten, stellenweise wohl etwas kritischer.
Das Bild zeigt übrigens meine persönliche Google-Frühstückstasse, ein weiterer grauenhafter Beweis, wie Google unsere Umwelt tagtäglich verändert!

Einladung nach Berlin

Für den 18. Sept. bin ich als Vertreter der DGOF zur der Fachtagung „Online-Kompetenz für Migrantinnen und Migranten in Deutschland“ eingeladen, die mit dem Auftrag des Familienministeriums in Berlin veranstaltet wird. Ich werde sprechen zur Schwierigkeit, Migrantinnen und Migranten in Online-Befragungen adäquat zu berücksichtigen. Freue mich auf die Diskussion mit den Kollegen, die Studien wie den (N)Onliner Atlas in diesem Zusammenhang vorstellen werden.

Journalismus online – Partizipation oder Profession?

ist jetzt im VS-Verlag erschienen. Der Band, der auf einer gemeinsamen Tagung der DGPuK-Fachgruppen „CvK“ und „Journalismusforschung“ in München 2007 basiert,
fragt u.a., ob Bürger den professionellen Online-Journalismus überflüssig machen oder ob Online-Journalismus vielmehr eine neue Blüte erlebt. Es werden Akteure, Strukturen, Prozesse und Leistungen neuer Formen der aktuellen Internetöffentlichkeit diskutiert. Journalismus Online Cover

Mein Beitrag darin dreht sich um den Unterschied zwischen Journalisten, die Weblogs für ihre Arbeit einsetzen und solchen, die es (noch) nicht tun. Im Vergleich der beiden Gruppen zeigten sich zwar demographische Unterschiede, aber keine beunruhigenden Abweichungen was die Haltung zu wichtigen journalistischen Standards anbelangt. Ich konnte in einer emp. Auswertung zu mittelfristigen Erwartungen von Journalisten keine Belege finden, die darauf hindeuten, dass bloggende Journalisten eine laxere Haltung zu zentralen journalistischen Standards (wie Wichtigkeit der Recherche) einnehmen.
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2008. 287 Seiten. Mit 13 Abb. u. 30 Tab. Broschur. EUR 34,90
ISBN 978-3-531-15589-0

Rosenstiel über professionellen Journalismus und Blogs in der SZ

Heute in der SZ Online: Spannnendes Interview mit Tom Rosenstiel zu den momentanen Schwierigkeiten der Zeitung, professionellem Journalismus und Blogging. Viele Vorschläge für die Lösung der Zeitungskrise habe ich schon vor 10 Jahre gelesen. Aber der Grundaussage, dass prof. Journalismus nötig ist und wichtig bleibt, dass aber Blogging als komplementäre Quelle nicht schadet, sondern ggf. nützt, dem würde ich voll zustimmen. Was neg. wäre: wenn Journ. durch Blogging vollständig ersetzt werden würde, so Rosenstiel.

GOR 09 in Vienna, Austria – Call published

The call for papers was started yesterday. GOR 09, the eleventh General Online Research Conference, will take place from April 6th – 8th, 2009, at the University of Vienna, Austria. Focus of the GOR is the discussion of basic research, innovative developments, and practical experiences in the field of online research. GOR09 Online research covers a) all methods, instruments and theories that are dealing with the collection of data via online networks and b) effects of online applications and technologies on all levels of society. That involves mobile communication as well.
You can get the complete Call here.

Podium Unikirche/Aula Nachtrag

Auf dem Bild podium1.JPGsind die Diskutanten Rektor Prof. Häuser, Universitätsprediger Prof. Petzold und stehend am Pult Prof. Koch zu sehen; meine Wenigkeit als Moderator in der Mitte; ferner vorne auf der Bühne sitzend Pfarrer Führer und von hinten im Publikum die beiden Studierenden, die die Veranstalung organisiert haben: Frau Binder und Hr. Marx. Das Publikumsinteresse war enorm, der große Saal im Zgf war mehr als voll. Die Diskussion verlief m.E. gut und keinefalls aggressiv; ein schöner Erfolg.

Diskussionsveranstaltung zum Neubau Uni-Kirche/Aula

… im Zeitgeschichtlichen Forum am kommenden Mittwoch, 09.07.2008, 19 Uhr, Zeitgeschichtliches Forummit Franz Häuser (Rektor der Universität Leipzig), Hans-Albrecht Koch (Leiter der Forschungsstelle für Text-, Überlieferungs- und Bildungsgeschichte an der Universität Bremen) und Martin Petzoldt (Universitätsprediger an der Universität Leipzig). Ich werde auf Bitten der organisierenden Studierendenschaft moderieren (was sicher auch eine handwerkliche Herausforderung ist, bei der Schwere des Themas).