DGOF Best Research Thesis Award 2010 – Call will be spread soon

The German Society for Online Research (Deutsche Gesellschaft für Onlineforschung, DGOF) announces its Best Research Thesis Award for the year 2010. The prize has a value of 3.000 Euros. It will be given to students who have finished a thesis (Bachelor/Master/Ph.D.) in 2008 or 2009. The call will be distributed soon – I will also post it in this blog.

Cookie-based-consumer-tracking

In der New York Times-Beilage der SZ gestern werden die neuen Praktiken von Tracking-Firmen beleuchtet (S. Clifford: Online Ad Tracking Gets Very Personal). In den USA ist eine Debatte im Gang, ob die Verknüpfung von online und offline gewonnen Verbraucherdaten nicht eine Grenze überschreitet. Artikel ist mir gleich aufgefallen, weil ich gerade meinen Aufsatz für Destatis fertiggestellt habe zum Thema Logfile-Analyse, indem Cookies ebenfalls kurz beleuchtet werden. „Cookie-based-consumer-tracking“ weiterlesen

Tagesschau entfernt Internet-Quellen aus Sendung

Ich hatte ja vor einiger Zeit eine Inhaltsanalyse deutscher Leitmedien gemacht, die herausfinden sollte, wie stark Onlinequellen genutzt werden. Die Ergebnisse werde ich teilweise in Cardiff auf der „Future of Journalism“-Konferenz präsentieren.

Heute war die 20 Uhr Tageschau wieder so eine extreme Sendung, die mich interessiert: voll von Internet-Quellen. „Tagesschau entfernt Internet-Quellen aus Sendung“ weiterlesen

Großbothener Vorträge zur Kommunikationswissenschaft erschienen

Großbothener Vorträge IX Gestern aus Leipzig bei mir eingetrudelt. Ein schöner, weil unaufgeregter und solide gemachter Band, es ist der IX. der Reihe. Mein Beitrag darin (S. 147 – 160) dreht sich um journalistische Recherche als „vergessene“ Kategorie im Selektionshandeln. Die meisten Selektionstheorien blenden Recherchevorgänge nämlich aus. Wenn man die anderen Beiträge liest, bleibt hängen: Habermas ist wohl aktuell wie nie zuvor. Hrsg. des Bandes sind Arnulf Kutsch und Johannes Raabe. 190 Seiten ISBN 978-3-934686-64-9, Verlag edition lumière.

GOR 2010 in Pforzheim

Der Branchentreff für Online-Forscher, die GOR 10 wird vom 26.-28. Mai 2010 an der Hochschule Pforzheim stattfinden. Die dreitägige Veranstaltung besteht aus einem Vortrags- und Workshop-Programm sowie einer Branchenausstellung. Erwartet werden rund 450 Forscher aus dem In- und Ausland von Hochschulen, Instituten und Unternehmen. Vorträge von Wissenschaftlern und Praktikern thematisieren aktuelle Fragestellungen und Ergebnisse der Online-Forschung und bieten einen intensiven Fachaustausch. Die Konferenzsprache ist Englisch.

8. Wiss. Tagung des Stat. Bundesamtes, ADM und ASI

in Wiesbaden im „Schwarzen Bock“. Ich konnte heute über Logfile-Analysen sprechen und habe in diesem Rahmen eine kleine Systematisierung angeboten. Kurzweilig der Vortrag von Ulf Reips, der vorführte, was mit Online-Forschung heute bereits alles gemacht wird: bspw. die Vorhersage der Ausbreitung der Schweinegrippe. Aufschlussreich auch die Präsentation von Andrea Maldonado (Destatis) über den Aufbau des Anschriften und Gebäuderegisters im Rahmen des Zensus 2011.

FAS: Das Netz, das sind die anderen

Heute in der FAS reflektiert Harald Staun das Zeigen von Youtube,Twitter und anderen Online-Botschaften im TV im Zusammenhang mit den Protesten im Iran. Bspw. waren in der ARD-Tagesschau in den verg. Tagen neben einem telefonierenden Korrespondenten, der kaum Informationen hatte, immer Einblendungen von Online-Quellen zu sehen. Der FAS-Autor meint nun, dass die Medien stark „distanziert einer modernen Kommunikationstechnik gegenüberstehen“, weil sie lediglich diese authentischen Online-Botschaften zeigen, selbst aber keine anfertigen. Das ist allerdings auch gar nicht ihre Arbeitsweise und Aufgabe.
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Trauer um Ralf Dahrendorf

Ein beeindruckender Intellektueller. Ich habe ihn persönlich am Rande der Leipziger Buchmesse 2006 kennengelernt. Er führte mit Julian Nida-Rümelin eine Diskussion über den deutschen Sozialstaat. Nida-Rümelin brachte brillante Argumente vor, aber Dahrendorf war noch ein Stück überzeugender. Ich lies mir dann sein damals neues Buch „Versuchungen der Unfreiheit“ handsignieren, was er nur widerwillig tat, vermutlich weil ihm alles, was nur halbwegs nach Verehrung aussah, nicht schmeckte. Das Buch beinhaltet übrigens eine gute Idee: Anhand ähnlicher Biografien europäischer Intellektueller aufzeigen, warum diese allen Versuchen des Totalitarismus – von rechts oder links – widerstanden haben und dadurch Konstanten für die Unterstützung von Freiheit herausarbeiten.