Einreichungen GOR 2010

GOR 2010 Anfang Jan. trifft sich das Programm-Komitee in Pforzheim, um die GOR zusammenzuschrauben. Die Zahl der Einreichungen liegt in etwa auf dem Niveau der Vorjahre: 156 Einreichungen, davon u.a. 31 für Track 1: Methodology, 16 für Track 2: Online Market Research, 39 für Track 3: Internet, Communication and Society und 28 für den DGOF Best-Paper-Award. Die anderen Papers verteilen sich auf Pre-Conference Workshops, Round-Tables, Discussions und Poster. Die Internationalität ist hoch, erfreulich die zahlreichen Einreichungen aus unseren Nachbarländern Polen, den Niederlanden und GB. Aber auch einzelne Contributions aus China und Australien. Ich bin für die Konstruktion von Track 3 verantwortlich: Internet, Communication and Society.

Vortrag an der Universität Tübingen

Im Rahmen der Ringvorlesung „Medienkonvergenz und neue Medien“ habe ich auf Einladung von Bernhard Pörksen (im Bild re.) über das Thema „Neue Quellen – schöne neue Recherchewelt? Tübingen Journalistische Kurzschlüsse und der Strukturwandel der Öffentlichkeit“ gesprochen. Dabei habe ich drei Fälle von Fehltransformationen in den Mittelpunkt gerückt: der Hoax „Bund deutscher Juristen“, die Ente „Winnenden, Tim K.“ und der Grubenhund „Bluewater“. In allen Fällen spielten Internet-Quellen wie Wikipedia, Facebook oder Twitter eine entscheidende, aber leider unheilvolle Rolle. Eine ausführlichere Fassung des Vortrags erscheint in 2010 im Band: Welker/Elter/Weichert: Pressefreiheit ohne Grenzen? im Halem Verlag. Die neue Abteilung Medienwissenschaft, die Bernhard Pörksen in Tübingen gerade aufbaut, findet offensichtlich gute Bedingungen vor, das war zumindest mein Eindruck.

GOR 10: Call verlängert

fast schon traditionell verlängern wir auch dieses Jahr die Einreichungsfrist für Beiträge zur GOR 2010 in Pforzheim. Die neue Deadline ist nun Samstag, der 12. Dezember, 12:00 Uhr. Insbesondere aus dem Bereich der angewandten Online-Forschung würden wir uns allerdings noch ein paar mehr Beiträge wünschen (Track 2: Applied Online Market Research und Best Practice Award).
Derzeitiger Stand der Zahl Einreichungen: 116, davon bislang 14 für den Best Thesis Award. 269 Personen sind im GOR-Conftool bislang registriert, darunter auch die Gutachter.

Publizistik: Besprechung der Neuen Schriften und und und

In der aktuellen Publizistik werden in einem eigenen Essay von Nikolaus Jackob und Thomas Roessing die ersten vier Bände der Neuen Schriften besprochen – sehr gut wie ich finde. Der Beitrag ist öffentlich und hier abzurufen.
Aber das war noch nicht alles. Im Rahmen der „normalen“ Rezensionen bespricht Jan Schmidt im gleichen Publizistik-Heft den Band 5 der Neuen Schriften von Monika Taddicken.

„Der Blick hinein lohnt sich daher für alle, die an einer Übersicht und Reflektion des aktuellen methodischen und forschungspraktischen Stands in diesem Feld interessiert sind.“

Und damit nicht genug: Auch der Band „Sozialforschung im Internet: Methodologie und Praxis der Online-Befragung“ von Nikolaus Jackob, Harald Schoen und Thomas Zerback erschienen im VS-Verlag wird lobend erwähnt. Darin habe ich mit meinem Kollegen Uwe Matzat einen allgemeineren Beitrag geschreiben.
Und endlich zum guten Schluß: Auch der Band von Thorsten Quandt und Wolfgang Schweiger: Journalismus online (ebenfalls VS) wird von Lorenz Lorenz-Meyer besprochen: Darin bin ich mit einem Aufsatz zum Weblog-Gebrauch deutscher Journalisten vertreten.

„Der Sammelband zeigt, dass die Kommunikationswissenschaft in Sachen Journalismus und digitale Medien dem Anfängerstatus längst entwachsen ist.“

Dem kann ich beipflichten.
Übrigens Neue Schriften: Heute hat mein Kollege Carsten Wünsch die abschließend korrigierten Druckfahnen an den Halem Verlag geschickt. Band 8 ist also zum Greifen nahe.

Jan Schmidt – Das neue Netz

Habe mit Jan ein Buch getauscht – sein neues Werk gegen unser Buch zur Online-Inhaltsanalyse, das jetzt Ende des Jahres erscheint. jan-schmidt-klein.JPG Gestern war „Das neue Netz“ bei mir in der Post und ich habe bereits heftig darin gelesen. Mein Eindruck: Schön geschrieben, klarer Stil, verständlich und übersichtlich. Jan hat eine Fülle empirischer Quellen zusammengetragen, auch das macht das Buch lesenswert. Es ist nicht so anstrengend und abstrakt wie Christoph Neuberger/Christian Nuernbergk/Melanie Rischke (2009): Journalismus im Internet.
Mich interessierte bei Jan insbesondere das Kapitel 6.1 zu Journalismus und Web 2.0. Und tatsächlich: Viele interessante Quellen sind dort noch einmal zusammengefasst. Obwohl der Abschnitt hauptsächlich auf die Aggreagtions- und Publikationsseite eingeht, weniger auf die Entstehungsseite journalistischer Artikel. Aber diese Lücke gleicht der klare und unaufgeregte Stil des Artikels mehr als aus. Auch die fast 30 Seiten lange Bibliographie am Ende des Buches ist sehr nützlich.

Die Universität der Bundeswehr

will einen neuen Studiengang mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und kommunikative/journalistische Kompetenzen zum WS 10/11 einführen. Gestern war ich in Neubiberg und habe im Rahmen eines Workshops einige Ideen dazu ventiliert. Mit dabei waren auch die Kollegen Löffelholz und Altmeppen sowie mein MHMK-Kollege Vielwerth. Spannend mal diese Hochschule kennenzulernen, die ja normalerweise etwas separiert ist.

Rezeption als Interaktion; rkm-journal

Kleine Rezension von mir zu Peter Schumacher: Rezeption als Interaktion. Wahrnehmung und Nutzung multimodaler Darstellungsformen im Online-Journalismus.
Auf der neuen Rezensionsplattform r:k:m http://www.rkm-journal.de/ rkm Die Herausgeber von r:k:m sitzen in Dortmund, Essen und Bochum, die Zeitschrift erscheint im Herbert von Halem Verlag mit Unterstützung der Stiftung Pressehaus. Online-Rezensionsplattformen sind m.E. eine super Sache, da nicht nur durch die Antwortfunktion direkt diskutiert werden kann, sondern auch die Rezensionsgeschwindigkeit insgesamt erhöht wird.

HuffPo: Wozu Journalisten ausbilden?

Richtiger Gedanke in der HuffPo von Peter Scheer (Harvard Law School): Ausbildungsstätten für Journalisten sollten sich v.a. darauf konzentrieren, den angehenden Journalisten die Potenzen des Internets zu vermitteln. Warum? Damit Journalisten in einer veränderten Öffentlichkeitsmatrix ihren Aufgaben gerecht werden können. Was Journalistenausbildung aber gar nicht leisten soll und kann: PR-Manager auszubilden:

Fair enough, but journalism school is not (and never has been) the appropriate background for PR. This is not a criticism of the PR profession. Public relations specialists, like lawyers (a club to which I belong), lobbyists and ambassadors, are all professional advocates. Being an effective paid advocate of a client’s point of view has absolutely nothing to do with journalism, other than perhaps the writing of press releases (a skill that can be learned in about 20 minutes).

Im Zentrum der Journalistenausbildung sollten vielmehr stehen:

[The] creative exploitation of digital media (…) More than a clever headline and powerful photos, the possibilities of online technology have to be integrated fully into the reporting–something that can best be done, in the first instance, by the journalist writing the story, not the techies in another building who run the paper’s website.

Das ist nichts anderes als ein Plädoyer für Online-Recherche bzw. Online-Reporting.

„Neue Schriften“ auf der Frankfurter Buchmesse

Nachdem ich einen ganzen Nachmittag durch die Halle 3 gestreift bin (zu den anderen Hallen kam ich leider nicht) habe ich mit Herbert von Halem bestehende und neue Projekte besprochen. Halem Buchmesse 2009
Band 6 und Band 7 sind nun erschienen, beide auf Englisch. Angeblich haben in Frankfurt chinesische Verlage an einer Lizenz Interesse gezeigt. Die Neuen Schriften in China, das wär‘ doch was!
A propos: Band 8 nimmt jetzt Formen an, die Druckfahnen sind im Werden. Die Online-Inhaltsanalyse ist bereits in Amazon gelistet und liegt schon auf Rang 170.000. Nicht schlecht!