Öffentlich-rechtliche Anstalt auf dem Online-Trip: Der NDR hat 1 Stelle für Online-Forschung ausgeschrieben. Diese ist an die Medienforschung des Senders angebunden und – wie für Medienforschung üblich – der Intendanz zugeordnet. Als Voraussetzung ist u.a. genannt: Erfahrungen mit Logfileanalysen und Logfiles-Auswertungsprogrammen sowie dem Umgang mit komplexen Datensätzen und Erfahrungen mit Online-Befragungssoftware. Na wenn das nix ist …
Band 5 der „Neuen Schriften“ erschienen,
der von Monika Taddicken geschrieben wurde. Die Dissertation evaluiert sämtliche methodischen Konsequenzen des Einsatzes von Web-Befragungen. Neben einer Darstellung bereits bekannter Methoden-Vorteile (z. B. niedrigere Effekte sozialer Erwünschtheit) werden mögliche – bislang weitestgehend unerforschte – Methoden-Nachteile theoretisch diskutiert und anhand eines empirischen Methodenvergleichs mit „traditionellen“ Forschungsmethoden aufgezeigt. 
Die „Neuen Schriften“ werden derzeit per Bannerrotation hier beworben.
Monika Taddicken: Methodeneffekte bei Web-Befragungen. Einschränkungen der Datengüte durch ein ›reduziertes Kommunikationsmedium‹? 488 S., 27 Abb., 91 Tab., Broschur, 213 x 142 mm, 34.00 EUR
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hat 2 neue Vorsitzende: Jan Schmidt (Stellvertreter) und Martin Emmer: Glückwunsch an beide! Ich konnte in Ilmenau leider aus Zeitmangel nicht dabei sein, war aber offenbar nach Teilnehmermeinung eine erfolgreiche Tagung und Generalprobe!
160 Einreichungen für die GOR 09 in Wien
Der verlängerte Call ist am Sonntag abend geschlossen worden. Das Conftool (elektronisches Konferenz- und Einreichsystem) verzeichnet 160 Papers. Das ist verglichen mit anderen GORs kein Spitzenwert, aber auch nicht schlecht, vor allem wenn man bedenkt, dass dies die erste GOR ist, bei der vollständig auf Englisch eingereicht werden musste (ausschließliche Konferenzsprache in Wien: Englisch). Neben „normalen“ papers wurden 11 Poster, 6 Session Proposals, 7 Workshop-Vorschläge sowie 2 Roundtable-Vorschläge eingereicht. Dabei geht es recht international zu: Viele papers aus dem nahen europäischen Ausland wie Schweiz, Polen, NL, GB, Italien sind dabei.
Die Verteilung auf die übergeordneten Topics sieht demnach wie folgt aus:
Meine nette Wochenend-Aufgabe als Vors. des Programmkomitees wird es nun sein, den Gutachtern die Einreichungen zuzuordnen. Dann werden wir Mitte Dez. in Wien entscheiden, wie wir die 20 bis 25 Sessions aufbauen.
Sozialforschung im Internet
Neues Buch im VS-Verlag: Hrsg.: Jackob, Nikolaus / Schoen, Harald / Zerback, Thomas: Sozialforschung im Internet. Methodologie und Praxis der Online-Befragung 377 S. Br.
ISBN: 978-3-531-16071-9, Lehrbuch, EUR: 34,90.
Der Band liefert einen guten Überblick über die Methode der Online-Befragung. Das Kernstück des Buches: eine Inhaltsanalyse in den wichtigsten international anerkannten sozialwissenschaftlichen Fachzeitschriften zur Verwendung der Online-Befragung wurde von der DGOF e.V. finanziell gefördert. Zudem gibt es darin einen kleinen Beitrag von mir und meinem Kollegen Uwe Matzat zur Notwendigkeit von Methodenkombinationen.
m hmk: in München gestartet
Mein Start in München an der (jetzt mit neuem Namen ausgestatteten) macromedia hochschule für medien und kommunikation mit insg. 19 SWS. Ein sportliches Pensum. Mit den Journalistik-Studierenden geht es gleich an zwei schöne Projekte: Anwendungsfeld Print: eine Broschüre über die „Mediencity“ München mit einer farbigen Palette von Darstellungsformen über Kreativ-Themen (VJs, Kabarett, Film, Boulevard etc.) auf die ich sehr gespannt bin und in Medienforschung: eine bevölkerungsrepräsentative Befragung zum Berufsstand der Journalisten: Was denkt die Bevölkerung über Journalisten? Eine echte Forschungslücke! Die werden wir zusammen mit der psychonomics AG schließen.
Wieder am Netz!
In meinem München-nahen Domizil bin ich endlich am Netz. Und zwar am Kabel, was außerordentlich flott ist. Nach wochenlangem Termin-Ärger mit Telekom-Technikern bin ich kurzerhand zu Kabel-Deutschland geswitched und siehe da: Donnerstags angerufen und bestellt – Dienstag Mittag Installation durch Techniker und sofort am Netz. Chapeau!
Keine Digitale Spaltung…
…auch nicht, wenn MigrantInnen berücksichtigt werden. Das sagte Cornelia Lins im Eröffnungsvortrag der Tagung „Online-Kompetenz von Migrantinnen und Migranten“ im FEZ Berlin. In einer kurzen Bestandsaufnahme unterschiedlicher Studien, v.a. auch der neuen Ausagabe des (N)Onliner-Atlas. „Die Herkunft kann nicht als eigenständiges Merkmal für die Internet-Nutzung angesehen werden, sondern nur klassische demogr. Variablen. Internet ist im Zusammenhang mit Migration kein Problem- sondern ein Potenzialthema.“
Diese Aussage passt ganz gut zu meinem Statement, das ich gegen 15:30 h abgeben werde. Das paper kann man hier abrufen:migrantinnen-und-migranten.pdf
Onlinequellen in Beiträgen deutscher Leitmedien
Wie halten es führende deutsche Medien mit Internetquellen in ihren Beiträgen? Das wollte ich mal wissen und habe im Rahmen meiner laufenden Habil. über 4.000 Beiträge von Süddeutscher Zeitung, Frankfurter Allgemeinen, Tagesschau und RTL News ausgewertet.
Im Detail wurde untersucht, wie hoch der Anteil von Onlinequellen in Nachrichten der Ressorts Politik und Zeitgeschichte von vier Leitmedien ausfällt und welches Gewicht die jeweilige Onlinequelle aufweist. Ferner wurde analysiert, wie sich diese Anteile im Längsschnitt verändert haben. Getestet wurden zwei Mediengattungen, TV und Print und Angebote, die aufgrund ihrer Reichweite und publizistischen Bedeutung als bundesrepublikanische Leitmedien definiert werden: Tageschau (20 Uhr Sendung), RTL-Aktuell (18.45 Uhr), Süddeutsche Zeitung (SZ) und Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).
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Zeitungen feiern Google
Es ist unglaublich: Nahezu jede große Tageszeitung hatte die verg. drei Tage einen Artikel zu Google im Blatt (329 Artikel bei Google News). Und dabei ging es noch nicht einmal um aktuelle Nachrichten, der offenbar etwas lückenhafte Browser Chrome verzeichnet mit gerade mal 173 Einträgen nur die Hälfte der Geburtstags-Artikel. Nein, es ging um: 10 Jahre Google!! Was mal wieder zeigt, welche Anziehungskraft Jahrestage auf Journalisten ausüben. Die Blätter feierten was das Zeug hält – warum eigentlich?
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Hier eine kleine Auswahl: Die FAZ spricht von Endspiel (und meint damit aber nicht Zeitung gegen Internet, sondern Microsoft gegen Google), Bild „erzählt die Erfolgsgeschichte“ von Google, sogar die TAZ lässt sich nicht lumpen und veröffentlichte ein aus meiner Sicht mäßig interessantes Essay auf S.3. Die Netzeitung führt vor Augen, dass auch Blogger reagierten, stellenweise wohl etwas kritischer.
Das Bild zeigt übrigens meine persönliche Google-Frühstückstasse, ein weiterer grauenhafter Beweis, wie Google unsere Umwelt tagtäglich verändert!
