Darüber diskutierten heute abend im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig und als Liveübertragung im Deutschlandfunk Michael Haller, Professor für
Journalistik, Leipzig; Michael Seufert, Publizist und Autor, Hamburg; Heide Simonis, Ministerpräsidentin a.D.; Günter Wallraff, Schriftsteller und Publizist, Köln; die Diskussionsleitung hatte Rainer Burchardt.
Das Thema „Der politische Skandal und die Rolle der Medien“ war breit angelegt, „Skandal“ schnell definiert. Komplizierter war die anschließenden Diskussion um Begleitumstände und die teilweise dubiose Rolle des Staates. So waren folgende Linien in den Wortbeiträgen auszumachen: Wirkliche Skandale brauchen gute journalistische Recherche und damit professionellen Journalismus, trotz (oder gerade wegen) Whistleblowing, darauf machte Michael Haller aufmerksam. Die Tatsache, dass der BND neuerdings in so manchem Skandal eine Schlüsselrolle einnimmt, ist der Demokratie sicher nicht zuträglich und ist kritisch zu hinterfragen, meinten übereinstimmend Simonis und Wallraff. Und: Zu Unrecht Skandalisierte sollen sich auch wehren.
