Wasserstadt Leipzig

Nicht weit von meiner Haustüre, quasi um die Ecke, ist heute der neue Endpunkt der Öffnung des Elstermühlgrabens eröffnet worden. Das ist ein kleines Flüsschen, das über 100 Jahre unterirdisch geführt wurde, jetzt aber wieder „ans Licht“ geholt wurde. Mitten in der Stadt gibt es jetzt einen Bootsanleger, der frei benutzbar ist. Man kann sein Paddelboot einsetzen oder auch nur auf der neuen Terasse sitzen und auf eine Wasserlandschaft schauen. OB Jung gab sich auch die Ehre und fuhr im Boot gleich mal pressewirksam unter der Jahnallee durch. „Wasser ist Lebensqualität“ so das Stadtoberhaupt, das sich über das schöne Wetter zur Eröffnung freute. „So muss es sein“. Elstermühlgraben Eröffnung OB

Oberflächlich ist die Verkehrskreuzung wie jede andere Großkreuzung auch – häßlich. Beim Spazierengehen (Autofahrer können bei Vorbeifahren so gut wie nix sehen) entdeckt man nun eine naturhafte zweite Ebene.

Die jetzt eröffnete Stelle ist wassertechnisch auch eine besonders interessante, denn es stoßen hier zwei Wasserwege aufeinander, der Elstermühlgraben und der Pleißemühlgraben, die – verwirrend genug – durch einen kleinen Zwischenkanal miteinander verbunden sind. Der Elstermühlgraben macht eine 180 Grad Wende.
Elstermühlgraben Eröffnung 1
Wie auch immer – schön ist es bestimmt im Sommer mitten in der Stadt am Wasser zu sitzen – während oben der Verkehr unsichtbar vorbeitobt – und ein Bierchen zu trinken – es soll ein Biergarten eröffnet werden – hört man.

2 Antworten auf „Wasserstadt Leipzig“

  1. Hallo,
    interessiere mich seit Kindesbeinen für den Elster-Saale-Kanal.
    Habe zwei Hefte „Wasserstadt Leipzig“ herausgegeben, die die Leipziger Experten leider nicht haben wollen…
    Vielleicht interessiert es?
    Herzlichst
    Wolfgang Anders

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