In München hat die MHMK das diesjährige Semester eröffnet.
Die Veranstaltung hatte die Journalistik der Hochschule stellvertr. für alle anderen Fächer organisiert und auf meine Einladung kam der frühere Bundesinnenminister, der Rechtsanwalt und Publizist Gerhart R. Baum nach München, der einen wunderbaren Vortrag gehalten hat über unsere verfassungsmäßigen Grundlagen der Pressefreiheit. Das Bild zeigt ihn (rechts), den Vizepräsidenten der MHMK Hr. Scheurer und mich am Veranstaltungsort, dem Arri-Kino.
Österreichs Presse fürchtet Münchener Staatsanwaltschaft
Einige österreichische Journalisten fürchten derzeit grenzübergreifende Probleme: Die deutsche Staatsanwaltschaft ist ihnen offenbar wg. Zitaten aus Akten zu laufenden Ermittlungen auf den Fersen. Artikel der Wiener Zeitung mit einem kleinen Statement von mir dazu hier.
Leipzig ahoi!
Bin wieder in Leipzig installiert in schöner Stadtlage. In nur zwei Jahren hat sich das Stadtbild bereits wieder gewandelt, bspw. am Bildermuseum oder am deutlichsten am Augustusplatz durch die neue Universität.
DGPuK CvK Fachgruppen-Konferenz in Mainz
Das Programm steht jetzt hier. Freue mich auf meinen Beitrag zusammen mit Monika Taddicken im Panel mit Jan Schmidt. Mein MHMK-Kollege Castulus Kolo ist am ersten Tag auch mit von der Partie.
Online-Inhaltsanalyse: Rezensionen in M&K und Publizistik
Insgesamt gute Besprechungen des Bandes 8 der Neuen Schriften in den deutschen Journals:
Neue Schriften: Band 9 erscheint – Analyse politischer Kommunikation im Internet
Der Autor hat dazu Verantwortliche in Medienorganisationen und politische Akteure in der Schweiz befragt. Außerdem wurden zwei repräsentative Bevölkerungsbefragungen durchgeführt. Zudem hat der Autor mittels Strukturanalyse das vorhandene schweizer Angebot an politischen Inhalten im Internet erhoben.
Insgesamt beobachtete der Autor, dass für Medienverantwortliche politische Inhalte oftmals keine zentrale Rolle für die strategische Ausrichtung ihrer journalistischen Online-Angebote spielen – es lassen sich sogar Anzeichen einer Entpolitisierung im Internet feststellen. Hingegen machen politische Akteure (Parteien, Initiativen etc.) vom Internet regen Gebrauch. Dieser Widerspruch wird im vorliegenden Band 9 erläutert.
Ab Oktober an der Universität Leipzig
In eigener Sache: Ab Oktober 2010 werde ich an der Universität Leipzig die Professur Journalistik 1 vertreten. Dazu werde ich im gesamten Wintersemester überwiegend im schönen Leipzig arbeiten. Dem ebenfalls schönen München gehe ich aber nicht verloren: Für die Journalistik der MHMK werde ich im kommenden WS noch einige wenige ausgewählte Seminare geben.
Innovation im Journalismus – Münchener Konzept ausgezeichnet
Die Journalistik der MHMK hatte einen Innovations-Wettbewerb für neue, interaktive publizistische Formate an ihren drei Standorten ausgelobt: Eine prominente Jury wählte unter 30 Einreichungen aus München, Köln und Hamburg.
Einen Sonderpreis errang das Konzept meines Seminars aus München mit: „Journalismus – Das Facebook-Spiel“ (Matthias Sternkopf, Robert Iwanetz & Philipp Pander), einer Facebook-basierten journalistischen Lernumgebung. In der Jury saßen Dirk von Gehlen, Chefredakteur von jetzt.de, Alexander von Streit, Ressortleiter Digital bei focus.de und Gero Hirschelmann, Redaktionsleiter von mz-web.
Mehr dazu hier und beim IDW hier.
Feuerwehrmänner, Marktforscher, Journalisten
Für ihren jährlichen Vertrauensindex hat die GfK weltweit 18.800 Menschen befragt. Die Forscher haben untersucht, was die Bürger über verschiedene Berufe denken. Auf Platz eins landen in Deutschland mit Abstand die Feuerwehrleute. Journalisten liegen weit hinten, auf dem viertletzten Rang, Tendenz fallend. Nur noch 42 Prozent der Befragten hatten Vertrauen in Journalisten. Marktforscher liegen immerhin mit 69 Prozent im Mittelfeld. Aber auch hier nimmt im Vergleich zu 2009 die Zahl der Bürger ab, die Vertrauen in diese Gruppe zeigten.
Diese Befunde wurden durch unsere eigene Studie im Jahr 2009 bestätigt („Journalisten wird nicht viel geglaubt“). Wir hatten aber zwischen Glaubwürdigkeit und Ansehen differenziert. Es zeigte sich, dass Journalisten in der Gesellschaft zwar angesehen sind, ihnen (bzw. ihren Produkten) aber mit Misstrauen begegnet wird.
Insgesamt ist das GfK-Ranking erklärbar: Die Produkte von Feuerwehrleuten sind – was das Ziel angeht – wesentlich eindeutiger als die Produkte von Journalisten.
„Das neue Profil des Menschen“
Heute in der SZ (Nr. 126, S.14/15): Doppelseite im Feuilleton zum Social Web, Datenschutz und der Informationsgewinnung im Internet. Insgesamt recht ausgewogen, v.a. die Artikel von Dirk von Gehlen und Johannes Boie. Letzterer erkennt an, dass das Internet v.a. auch Fortschritt bedeutet. Lesenswert auch der Artikel von Bernd Graf über neue Dataminingverfahren.
Während die alten deduktiven Verfahren Profiling-Methoden immer nur so schlau waren wie die Hypothesen, die ihnen zugrunde gelegt waren (‚Lass uns nach Wurstessern mit karierten Mützen suchen!‘), überlassen die neuen, induktiven Verfahren des Data-Minings die einlaufenden Datensätze völlig den Computern. Sollen die doch erst mal machen! Sollen die doch möglichst große Zahlen durchkämmen und anschließend ausspucken, was sie so gefunden haben, sprich: welche Muster sie in den Sätzen erkannt haben!“
