An diesem Wochenende habe ich zwei Gutachten fertiggestellt, die zwei interessante Diplomarbeiten betreffen, die ich an der Leipziger Journalistik mitbetreut habe. Es sind die Arbeiten von Susanne Krauß (Thema: “Weblogs als soziale Netzwerke. Eine qualitative Beziehungsanalyseâ€) und von Katja Schönherr, die über Medienwatchblogs geschrieben hat. Ohne schon etwas über die Bewertung sagen zu können, ist klar, dass beide spannende Ergebnisse erarbeitet haben, die auch bereits in Blogosphäre für Aufsehen sorgen (es lebe die Selbstreferenzialität!). So schreibt der freie Journalist Daniel Große, der an der Arbeit von Susanne Krauß mitgearbeitet hat:
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Abstract Band der GOR 07 als Buch
Weil die D.G.O.F. nach der GOR 07 noch zahlreiche Nachfragen nach dem rund 200 Seiten starken Abstract-Band bekommen hat, haben wir uns entschlossen, das Booklet in Buchform nochmal in einer 100er Auflage zu drucken. Dazu haben wir uns auch eine richtige ISBN-Nummer besorgt. Diese wird durch eine nationale ISBN-Agentur in Frankfurt am Main vergeben und kostet rund 60 Euro. Verlage besorgen sich normalerweise Sammelnummern, das ist billiger. Theoretisch könnte man das Buch dann auch über den Buchhandel vertreiben, was sich in diesem Fall aber nicht anbietet.
Da wir jetzt die Chance haben, noch einige Fehler, die durch die Hektik vor der GOR durchgerutscht sind, zu beseitigen, können wir das Büchlein dann auch noch mal als Dankeschön an unsere Programmkomiteemitglieder versenden. In den nächsten Wochen werden wir das PDF dann auch zum kostenlosen Download anbieten. Die Aufarbeitung besorgt unsere Grafikerin in Leipzig von der Agentur rostoff media.
Beitrag per Handy
Mein 1. Beitrag, den ich mittels Handy schreibe. Die SMS-Tastatur ist etwas mühsam, aber wordpress kommt auch auf dem Mini-prozessor gut rüber. Für die kommende Biergartensaison gut zu wissen…
Web 2.0 = Marktforschung 2.0?
Artikel über neue Möglichkeiten der Markt- und Meinungsforschung im relaunchten Compact der W&V: auf den Seiten 8 und 9 geht es um digitales Neuland für die Marktforscher, die auch in SL-Welten vordringen. In SL ist jedenfalls noch kein Marktforschungsinstitut gesichtet worden.

In jedem Compact soll es künftig einen Forschungsschwerpunkt geben, der die besten Tools und die wichtigsten Ansprechpartner vorstellt. Viel Erfolg, Joachim!
Sendezeit für Blognutzer
Deutschlandradio Kultur öffnet sein Programm für Internet-Nutzer und kommt damit Brechts Radiotheorie ein Stück näher. Mit „blogspiel“, einem interaktiven Projekt rund um das Thema Radio und Audioblogs, öffnet sich das Radio nun der Blogosphäre. „blogspiel“ wird in Zusammenarbeit mit der Berliner Firma trigger23 produziert und besteht aus zwei Elementen: einem Internetportal und einem wöchentlichen Magazin.

Immer samstags um 16.30 Uhr. Die Audioblogs mit den meisten Stimmen werden gesendet. Witzig ist das angeschlossene Gräuschearchiv. Hier kann jeder Töne hochladen, die wiederum von jedem verwendet werden können. Das Projekt ist für den Grimme Online Award 2007 nominiert.
D.G.O.F. hat neue Mitarbeiterin
Unsere Geschäftsstelle ist wieder besetzt! Melanie Rischke (rischke@dgof.de) aus Münster verstärkt ab jetzt unser DGOF-Office. War auch dringend nötig, nachdem Ramona Pforte Anfang Mai „das Handtuch geworfen“ hat. Seitdem gingen bspw. 6.000 Mails auf das Office-Postfach ein, durch das sich Melanie jetzt erst mal durchkämpfen muss. Das ist es doch, wovon jeder von uns träumt: auch einmal 6.000 Mails zu bekommen 🙂
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DGPuK: morgens open access – abends closed shop
Nachtrag zur DGPuK Mitgliederversammlung, auf der die Entscheidung getroffen wurde, künftig mittels Mitgliederbeitrag zwei Fachmagazine (Medien- & Kommunikationswissenschaft und Publizistik) zu finanzieren und dafür keine Open Access Onlinezeitschrift einzurichten):
Diese inzwischen schon skandalumwitterte, dreistündige Mitgliederversammlung sorgt für Wirbel in der Blogosphäre: Jan Schmidt schreibt in seinem Bamblog:
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Wikia: Jimmy Wales‘ Keynote DGPuK Bamberg
Keynote von Jimmy Wales auf der DGPuk Jahrestagung in Bamberg heute bis Sa. Er spricht über sein neues Datenbankprojekt Wikia. Der Unterschied zu Wikipedia liegt in der Informationstiefe (comprehensiveness) von Wikia. „People are digging very deep“. Das sei die Idee des long tail, ein Modell, das ansonsten keine ökonomische Umsetzung finden würde. Bspw. Über 12.000 Artikel über die Muppets, die dann als zusammenhängeder Text in Wikia über die Muppets informiert. Wikia ist als Firma konstituiert. Wikia Vision: The world’s largest sustainable free-content, user controlled media company. Offenheit und demokratische Kontrolle seine die Werte, die hinter dem Projekt stünden.
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Neue Schriften zur Online-Forschung
Die neue Buchreihe der D.G.O.F. nimmt Gestalt an. Noch diesen Monat will ich die Manuskripte für Band 1 (Welker/Wenzel: Online-Forschung 2007) zum Halem-Verlag geben. Der Band zeigt den Kernbereich der Online-Forschung in seiner ganzen Breite auf: empirische Forschung mit dem Internet. Der Prozeß des Paper-Revision hat jetzt länger gedauert als gedacht, ein Beitrag fiel wegen Krankheit eines Autors aus, usw. Ich denke wir können dennoch ein wenig stolz sein: Der Band ist das Who-is-who der Online-Forschung in Mitteleuropa.

Allerdings leuchtet am Horizont bereits Band 2 (Zerfaß/Welker/Schmidt: Kommunikation, Partizipation und Wirkung im Social Web – Weblogs, Wikis, Podcasts und Communities aus interdisziplinärer Sicht). Gerade ging der Termin für den Call for Chapters zu Ende und der Response war mit über 60 Papers überwältigend. Das Thema wird in vielen Fachbereichen (Medien, Kommunikation, Psychologie, Erziehungswiss., Wirtschaft etc.) aktuell diskutiert, zudem spielt es auch in der Praxis offenbar eine immer stärkere Rolle. Die neuen Kommunikationsinstrumente erobern die Unternehmen.
Als geschäftsführender Herausgeber der Gesamtreihe halte ich es für möglich, 2 Bände der „Neuen Schriften“ pro Jahr zu publizieren, ist aber kein Muss.
Dalai Lama fährt Maybach
Heute gegen Mittag, ich fahre gerade mit dem Rad zum Bäcker im Hauptbahnhof, am Hotel Westin vorbei, wer läuft mir über den Weg? Der Dalai Lama! Gestern abend hatte er von der Bild-Zeitung den Medienpreis „Osgar“ (wer denkt sich eigentlich diese ganzen seltsamen Namen der deutschen Film- und Medienpreise aus?) erhalten. Der Bild-Medienpreis ist ja rein PR-getrieben, ich kann nur spekulieren, dass der Dalai Lama sich von Leipzig als der Stadt der friedlichen Revolution angezogen fühlte. Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, mein N70 rauszukramen. Den Bild-Leserreporter-Preis bekomme ich dafür wahrscheinlich aber nicht! Der Dalai Lama steigt gerade standesgemäß in einen Maybach (vermutlich von DaimlerChrysler gesponsert), die Hotelcrew verabschiedet ihn (auch der Koch wie links zu sehen ist).
