Da ich kein Programm im Internet entdecken konnte, das den jeweils aktuellen Verkaufsrang von Büchern in Amazon anzeigt, habe ich selbst schnell eines in PHP geschrieben und in die rechte Spalte meiner Site eingebaut.
Notizblock: Web 2.0, Journalisten und ‚alte Hasen‘
Thorsten Faas gibt auf blog.zeit.de eine kleine Zusammenfassung seines Artikels in unserem Social Web Band. Interessant, wenn man diese Ergebnisse aus 2007 mit denen dem news aktuell trendmonitor vom Nov. 2008 vergleicht.
GOR Fazit
Mit rund 400 Besuchern haben wir auch unter wirtschaftl. schlechteren Bedingungen unseren Standard erreicht. In Wien fanden sich zahlreiche Methodenbeiträge, die den Qualitätsvergleich von probabilistischen vs. Panel-Stichproben zum Gegenstand hatten. Das war vielleicht sogar der Trend auf der GOR 09: Das kritische Vergleichen von klassischen und online-bezogenen Stichprobenverfahren. Krosnick war bspw. sehr Panel-kritisch.
2. Trend: textbezogene Verfahren wie Tag Clouds und textstatistische Verfahren. Leider konnte ich an mancher interessanten Session nicht teilnehmen, weil ich mich selbst oft als Chair eingeteilt hatte. Das Programm war dicht, stellenweise evt. etwas zu dicht, aber alle Sessions waren ordentlich besucht. Bei der Postersession konnten wir einen dritten Preis für eine Arbeit aus den Niederlanden vergeben, Unipark hatte sich spontan zu einem Sonder-Sponsoring bereit erklärt. Hervorragend war m.E. der Vortrag unserer Best Research Paper Gewinnerin Roselyn Lee. Gemessen an der Atmosphäre war die GOR in Wien eine ganz wunderbare Veranstaltung, dazu haben u.a. das schöne Wetter, der ehrwürdige Campus, v.a. aber die freundliche und kompetente örtliche Orga beigetragen. Auf dem Abschlussphoto zeigt sich das große Team der Helfer.
GOR 09 in Vienna starts
With our keynotes and welcome notes GOR 09 has startet. In the next half hour Prof. Krosnick from Stanford University will reflect some pitfalls of online research in respect to sampling. Yesterday the earlybirds met at a typical Heuriger-Gasthof. You can follow the confernce at http://www.flickr.com/photos/36481594@N08/
Studie: Baukasten
Klaus Meier hat eine Bastelanleitung zu unserer Studie verfasst, allerdings scheinen ihm ein paar Instruktionen durcheinander geraten zu sein. Deshalb hier der tatsächliche Baukasten:
Nachtrag, Zusammenfassung: Insgesamt wurden rund tausend Personen (n=983) aus der deutschen Bevölkerung online befragt. Das YouGov Panel Deutschland (Online Access Panel) umfasst derzeit etwa 80.000 Mitglieder. Aus dieser Grundgesamtheit wurden die Teilnehmer zunächst per Zufallsauswahl zu der Befragung eingeladen und dann nach den Strukturen der deutschen Bevölkerung in Anlehnung an den Mikrozensus für die Altersgruppen 16 bis 65 Jahre quotiert (Teilnehmer, die nicht in die Quoten passen, werden ausgescreent). Zusätzlich zu den demographischen Quoten wurden in Anlehnung an die MA-Reichweiten der AG.MA (Arbeitsgemeinschaft Leseranalyse) Quoten für bestimmte Lesergruppen definiert. Diese Befragung basiert somit nicht auf einer Zufalls-, sondern auf einer Quotenstichprobe. Dennoch können die Befunde als „bevölkerungsrepräsentativ“ bezeichnet werden.
Breites Echo auf unsere Journalismus-Studie
Auf die Studie, die wir „Journalismus 2009“ getauft haben, hat es in den Medien ein recht breites Echo gegeben. Die Befragung zeichnet ja ein Bild von Journalisten und Journalismus aus Sicht der bundesdeutschen Bevölkerung. Meines Wissens gab es eine solche repräsent. Studie bislang noch nicht in Deutschland. Aus meiner Sicht bemerkenswert ist, dass einerseits Journalisten mehrheitlich als beeinflussbar eingeschätzt werden, andererseits aber mit breiter Mehrheit gesagt wird, es werde gut und sauber recherchiert. Das ist ein Gegensatz: Denn wenn gut recherchiert würde, wäre der Einfluss von Politik und Wirtschaft sicher geringer. Vermutlich wird also nicht so ganz verstanden, was Recherche eigentlich bedeutet.
Insgesamt gibt es eine Fülle interessanter Details der Befragung zu einzelnen Items. Wir werden den Tabellenband noch genauer auswerten, u.a. auf die Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Einschätzungen, die einer näherer Betrachtung und Ursachenforschung bedürfen. Demnächst mehr!
Einladung des Statistischen Bundesamtes
Die 8. wissenschaftliche Tagung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) am 25. und 26. Juni 2009 in Wiesbaden in Zusammenarbeit mit dem ADM und der ASI befasst sich mit nicht-reaktiven Erhebungsverfahren. Auf Einladung spreche ich am zweiten Tag der Veranstaltung zum Thema Log-file Analysen. Die Tagung findet alle 2 Jahre statt und wird am Donnerstag, 25.6., vom Präsidenten des Bundesamtes eröffnet. Neben TNS und GfK ist auch mein lieber Kollege Ulf aus Zürich mit von der Partie. Moderator ist Prof. Faulbaum von der Universität Duisburg-Essen.
FAZ und Stern zu „TV gegen Web 2.0“
Tragische Ereignisse wie der Amoklauf von Winnenden sind leider immer auch Medienereignisse. Wie Öffentlichkeit jetzt hergestellt wird, reflektieren heute unabhängig voneinander FAZ.de und Stern.de: Im Artikel „Winnenden im Fernsehen: So was ist hier noch nie passiert“ zeigt Autor Jörg Thomann zunächst wie die öffentlich-rechtliche ARD reagiert hat: „FAZ und Stern zu „TV gegen Web 2.0““ weiterlesen
Future of Journalism Conference – Einladung
… nach Wales. Mit meinem paper zur Analyse von Online-Quellen in Qualitätsmedien (TV & Zeitung) bin ich auf die zweite Konferenz zur Zukunft des Journalismus an die Universität Cardiff im September eingeladen. Der Call stand hier. Was micht freut: Christoph Neuberger ist ebenfalls eingeladen und wird da sein. „The Cardiff School of Journalism, Media and Cultural Studies is a world leading centre for media teaching and research“, lobt sich die Einrichtung auf ihrer Homepage. Schaun ‚mer mal.
AG Social Media
hat auf einem Expertenhearing in Hamburg einen Vorschlag für ein neues Maß für Web 2.0 Angebote unterbreitet. Einen Artikel dazu gibt es hier . Eines ist klar: Web 2.0 ist anders und sollte auch anders gemessen werden, Pi’s sind nicht ausreichend. Die Frage ist nur was gemessen werden sollte und wie man das dann macht. Die AG-SM dazu: eine Kombination von Reichweite und Intensität eines Themas. Jan Schmidt und ich haben auf dem Hearing ein wenig mitdiskutiert. Ich plädierte für eine weitere Zahl: ein (Inter-)Aktivitätsmaß. Erheben sollte man meiner Meinung per Messung und (Panel-)Befragung. Jetzt geht es um die technische Umsetzung.
