Amazon Verkaufsränge anzeigen

Da ich kein Programm im Internet entdecken konnte, das den jeweils aktuellen Verkaufsrang von Büchern in Amazon anzeigt, habe ich selbst schnell eines in PHP geschrieben und in die rechte Spalte meiner Site eingebaut.

GOR Fazit

Mit rund 400 Besuchern haben wir auch unter wirtschaftl. schlechteren Bedingungen unseren Standard erreicht. In Wien fanden sich zahlreiche Methodenbeiträge, die den Qualitätsvergleich von probabilistischen vs. Panel-Stichproben zum Gegenstand hatten. Das war vielleicht sogar der Trend auf der GOR 09: Das kritische Vergleichen von klassischen und online-bezogenen Stichprobenverfahren. Krosnick war bspw. sehr Panel-kritisch. Team GOR 09 2. Trend: textbezogene Verfahren wie Tag Clouds und textstatistische Verfahren. Leider konnte ich an mancher interessanten Session nicht teilnehmen, weil ich mich selbst oft als Chair eingeteilt hatte. Das Programm war dicht, stellenweise evt. etwas zu dicht, aber alle Sessions waren ordentlich besucht. Bei der Postersession konnten wir einen dritten Preis für eine Arbeit aus den Niederlanden vergeben, Unipark hatte sich spontan zu einem Sonder-Sponsoring bereit erklärt. Hervorragend war m.E. der Vortrag unserer Best Research Paper Gewinnerin Roselyn Lee. Gemessen an der Atmosphäre war die GOR in Wien eine ganz wunderbare Veranstaltung, dazu haben u.a. das schöne Wetter, der ehrwürdige Campus, v.a. aber die freundliche und kompetente örtliche Orga beigetragen. Auf dem Abschlussphoto zeigt sich das große Team der Helfer.

Studie: Baukasten

Klaus Meier hat eine Bastelanleitung zu unserer Studie verfasst, allerdings scheinen ihm ein paar Instruktionen durcheinander geraten zu sein. Deshalb hier der tatsächliche Baukasten:

  • 1. Man suche in der Tat einen griffigen Titel, eine passende Überschrift, was Wissenschaftlern nicht immer gelingt.
  • 2. Man stelle sich die Frage, warum Journalisten in Umfragen immer beim Ansehen ganz hinten landen. Man frage sich ferner, wie bestimmte Fragen berufssoziologischer Studien auf die Bevölkerung gespiegelt werden können. Man konstruiere einen sauberen Fragebogen und zwar in mehrmonatiger Arbeit, beziehe in einem Methodenseminar Studierende ein, teste das Ganze mit mehreren Durchläufen und erstelle dann daraus einen professionellen Online-Fragebogen.
  • 3. Man nehme ein professionell geführtes Online-Panel eines internationalen Forschungsinstituts, das große Dax-Unternehmen zu seinen Kunden zählt, mit 80.000 registrierten Teilnehmern. Dann ziehe man eine an den Quoten des Mikrozensus orientierte bevölkerungsrepräsentative Zufallsstichprobe (14 bis 65 Jahre) von 5.947 Personen. Man definiere zusätzlich am MA-Rahmenschema orientierte Quoten, die sich an der Nutzerschaft bestimmter bundesdeutscher Leitmedien orientieren. Dann verschicke man die Einladungen und generiere 3.426 Teilnehmer. Dann screene man aufgrund der definierten Quoten 2.409 Teilnehmer aus. Die übrigen 1.017 Teilnehmer beenden den Fragebogen (angenommene Ausschöpfung 58%), der anschließend auszuwerten ist. Man erstelle einen 200-seitigen Ergebnisband auf Excel-Basis.
  • 4. Man kommuniziere für die Öffentlichkeit interessante Ergebnisse in der Presse, tiefergehend auch in der Fachpresse und ggf. noch spezieller und damit nur noch einem kleinen Kreis von Fachleuten zugänglich in wiss. Zeitschriften.
  • 5. Man stoße dabei auf interessante Widersprüche und generiere evt. damit auch neue Theorieverbindungen wie bei den unterschiedlichen Ost-West Einschätzungen.
  • 6. Man freue sich über valide Ergebnisse der Online-Forschung, deren methodische Erfolgsliste stetig länger wird (siehe zuletzt Hessenwahl 2009).
  • Nachtrag, Zusammenfassung: Insgesamt wurden rund tausend Personen (n=983) aus der deutschen Bevölkerung online befragt. Das YouGov Panel Deutschland (Online Access Panel) umfasst derzeit etwa 80.000 Mitglieder. Aus dieser Grundgesamtheit wurden die Teilnehmer zunächst per Zufallsauswahl zu der Befragung eingeladen und dann nach den Strukturen der deutschen Bevölkerung in Anlehnung an den Mikrozensus für die Altersgruppen 16 bis 65 Jahre quotiert (Teilnehmer, die nicht in die Quoten passen, werden ausgescreent). Zusätzlich zu den demographischen Quoten wurden in Anlehnung an die MA-Reichweiten der AG.MA (Arbeitsgemeinschaft Leseranalyse) Quoten für bestimmte Lesergruppen definiert. Diese Befragung basiert somit nicht auf einer Zufalls-, sondern auf einer Quotenstichprobe. Dennoch können die Befunde als „bevölkerungsrepräsentativ“ bezeichnet werden.

    Breites Echo auf unsere Journalismus-Studie

    Auf die Studie, die wir „Journalismus 2009“ getauft haben, hat es in den Medien ein recht breites Echo gegeben. Die Befragung zeichnet ja ein Bild von Journalisten und Journalismus aus Sicht der bundesdeutschen Bevölkerung. Meines Wissens gab es eine solche repräsent. Studie bislang noch nicht in Deutschland. Aus meiner Sicht bemerkenswert ist, dass einerseits Journalisten mehrheitlich als beeinflussbar eingeschätzt werden, andererseits aber mit breiter Mehrheit gesagt wird, es werde gut und sauber recherchiert. Das ist ein Gegensatz: Denn wenn gut recherchiert würde, wäre der Einfluss von Politik und Wirtschaft sicher geringer. Vermutlich wird also nicht so ganz verstanden, was Recherche eigentlich bedeutet.
    Insgesamt gibt es eine Fülle interessanter Details der Befragung zu einzelnen Items. Wir werden den Tabellenband noch genauer auswerten, u.a. auf die Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Einschätzungen, die einer näherer Betrachtung und Ursachenforschung bedürfen. Demnächst mehr!

    Einladung des Statistischen Bundesamtes

    Die 8. wissenschaftliche Tagung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) destatisam 25. und 26. Juni 2009 in Wiesbaden in Zusammenarbeit mit dem ADM und der ASI befasst sich mit nicht-reaktiven Erhebungsverfahren. Auf Einladung spreche ich am zweiten Tag der Veranstaltung zum Thema Log-file Analysen. Die Tagung findet alle 2 Jahre statt und wird am Donnerstag, 25.6., vom Präsidenten des Bundesamtes eröffnet. Neben TNS und GfK ist auch mein lieber Kollege Ulf aus Zürich mit von der Partie. Moderator ist Prof. Faulbaum von der Universität Duisburg-Essen.

    Future of Journalism Conference – Einladung

    … nach Wales. Mit meinem paper zur Analyse von Online-Quellen in Qualitätsmedien (TV & Zeitung) bin ich auf die zweite Konferenz zur Zukunft des Journalismus an die Universität Cardiff im September eingeladen. Der Call stand hier. Was micht freut: Christoph Neuberger ist ebenfalls eingeladen und wird da sein. „The Cardiff School of Journalism, Media and Cultural Studies is a world leading centre for media teaching and research“, lobt sich die Einrichtung auf ihrer Homepage. Schaun ‚mer mal.

    AG Social Media

    hat auf einem Expertenhearing in Hamburg einen Vorschlag für ein neues Maß für Web 2.0 Angebote unterbreitet. Einen Artikel dazu gibt es hier . Eines ist klar: Web 2.0 ist anders und sollte auch anders gemessen werden, Pi’s sind nicht ausreichend. Die Frage ist nur was gemessen werden sollte und wie man das dann macht. Die AG-SM dazu: eine Kombination von Reichweite und Intensität eines Themas. Jan Schmidt und ich haben auf dem Hearing ein wenig mitdiskutiert. Ich plädierte für eine weitere Zahl: ein (Inter-)Aktivitätsmaß. Erheben sollte man meiner Meinung per Messung und (Panel-)Befragung. Jetzt geht es um die technische Umsetzung.