Werden etablierte Medien in Medienwatchblogs in rüder Sprache angegriffen bzw. diskreditiert? Das war eine Forschungsfrage von Katja Schönherrs Dipl.-Arbeit zu Medienwatchblogs. Im Prinzip nein, lautet die Antwort. Die Inhaltsanalyse der sechs untersuchten Medienwatchblogs (Bildblog, Dailyerror, Spiegelkritik, Zeit/Meckern, Österreich-Blog, Krone-Blog) ergab, dass rund drei Viertel aller Einträge als „sachlich“ einzustufen sind. Ich zitiere:
Reichlich drei Viertel der 359 kritisierenden Einträge sind insofern als sachlich einzustufen, als dass sich in ihnen keine Beleidungungen finden ließen.
Und ergänzend dazu: Medienwatchblogs bemühen sich, konstruktive Kritik zu üben. Mit Hilfe eines Konstruktivitätsindexes wurde gemessen, ob Verbesserungshinweise für das kritisierte Phänomen gemacht wurden. Bildblog schloss dabei am besten ab. Sie hatten in immerhin fast 25% der Fälle ausformulierte Vervesserungsvorschläge gemacht.

Gibts die Arbeit irgendwo zu lesen? Über den UB-Katalog war sie nicht zu finden.