Heute abend, ARTE Themenabend: Einfluss des Internets auf die französischen Präsidentschaftswahlen. Auch im Netz unter http://www.arte.tv/de/geschichte-gesellschaft/Praesidentschaftswahlen-2007/Den-Film-sehen/1521680.html

Zunächst hatte ich bei dem Beitrag ein deja-vu: Auch in Frankreich gab es den gleichen Effekt wie schon in den USA: Umfragen der Institute stimmten nicht mehr überein mit den Prognosen im Internet bzw. in der Blogosphäre. Wäre es nach Internet-Aufmerksamkeit und -Zuspruch gegangen, wäre nämlich Bayrou im ersten Wahlgang mit 42% Sieger gewesen.
Hier einige der zentralen Aussagen des ersten Beitrags als Memo:
– Das Netz bedroht das Fernsehen (und die Zeitungen könnte man ergänzen)
– Es gibt kein Privatleben mehr (Skandal Duhamel)
– 5. Macht gegen 4. Macht? Die Bürger sind dabei, die Macht zu übernehmen.
– Jeder ist ein Produktionszentrum: Das führt zu einem neuen Begriff des Staatsbürgerbegriffs.
– TV und Blogger sind fasziniert voneinander. Für Journalisten ist es fast Pflicht, einen Blog zu führen.
– Fernsehen steht ständig unter der Angst des Kontrollverlustes.
– Echte Macht haben nur die Fernsehnachrichten.
– Das Internet fördert eine neue Art von Engagement. Witziger, lebendiger, freier.
– Aber: Das Internet führt zu einem Marketing der Wünsche. Wir entwickeln uns zu einem Wettbwerb der Egos.
– Netzplattformen der Parteien und Kandidaten: „Propaganda“ oder „Kommunikation für einen Kandidaten“?
