Zeitung 2020: Wikipedia- oder TAZ-Modell?

4. Süddeutscher Journalistentag, gerstern im BR in München: Podium zur Entwicklung der Zeitung (Kilz, Weischenberg, Welker): eine kleine, subjektive Zusammenfassung:

  • Zeitung ist nicht generell in der Krise, H. W. Kilz sieht bspw. für die SZ keine
  • Schwieriger ist die Lage bei Regionalzeitungen
  • Internet bzw. Veränderung in der Struktur der Öffentlichkeit ist ein wesentlicher Grund für die Veränderungen, denen sich Ztg. gegenübergestellt sieht
  • Journalismus muss sich darauf einstellen, u.a. mit einer erweiterten funktionalen Palette: vom Gatekeeper zum Gatewatcher
  • Kilz: Qualität hat ihren Preis; Weischeberg: kein Dumping-Journalismus!
  • Welker: Warum nicht das Wikipedia- (bzw. US-amerik. Public Radio-) Modell für guten, kritischen Regionalzeitungsjournalismus: Leser spenden jeweils in eine regionale Stiftung?
  • Weischenberg: Warum nicht über eine öffentlich-rechtliche Zeitung nachdenken, wie sie Habermas (in der SZ) vorgeschlagen hat?
  • Kilz: Grundversorgung und Zeitung passen nicht ganz zusammen!
  • Auditorium: Warum nicht das TAZ-Modell: Leser zu Genossen!?
  • –> Zeitung in 10 Jahren?

  • Kilz: Zeitung muss Überraschendes, Neues bringen, sonst wird sie verzichtbar
  • Weischenberg: Zeitung und Online wird sich noch stärker verzahnen
  • Journalismus in der Zeitung wird in Zukunft regionaler, erzählender, kommentierender, einordnender sein
  • Hervorragend war unsere Moderatorin, Sissi Pitzer, die stringent und kompetent durch die Fragen führte. Das Podium war sehr gut besucht (ich schätze ca. 200 Hörer), viele mussten stehen.

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