4. Süddeutscher Journalistentag, gerstern im BR in München: Podium zur Entwicklung der Zeitung (Kilz, Weischenberg, Welker): eine kleine, subjektive Zusammenfassung:
Zeitung ist nicht generell in der Krise, H. W. Kilz sieht bspw. für die SZ keine
Schwieriger ist die Lage bei Regionalzeitungen
Internet bzw. Veränderung in der Struktur der Öffentlichkeit ist ein wesentlicher Grund für die Veränderungen, denen sich Ztg. gegenübergestellt sieht
Journalismus muss sich darauf einstellen, u.a. mit einer erweiterten funktionalen Palette: vom Gatekeeper zum Gatewatcher
Kilz: Qualität hat ihren Preis; Weischeberg: kein Dumping-Journalismus!
Welker: Warum nicht das Wikipedia- (bzw. US-amerik. Public Radio-) Modell für guten, kritischen Regionalzeitungsjournalismus: Leser spenden jeweils in eine regionale Stiftung?
Weischenberg: Warum nicht über eine öffentlich-rechtliche Zeitung nachdenken, wie sie Habermas (in der SZ) vorgeschlagen hat?
Kilz: Grundversorgung und Zeitung passen nicht ganz zusammen!
Auditorium: Warum nicht das TAZ-Modell: Leser zu Genossen!?
–> Zeitung in 10 Jahren?
Kilz: Zeitung muss Überraschendes, Neues bringen, sonst wird sie verzichtbar
Weischenberg: Zeitung und Online wird sich noch stärker verzahnen
Journalismus in der Zeitung wird in Zukunft regionaler, erzählender, kommentierender, einordnender sein
Hervorragend war unsere Moderatorin, Sissi Pitzer, die stringent und kompetent durch die Fragen führte. Das Podium war sehr gut besucht (ich schätze ca. 200 Hörer), viele mussten stehen.