Journalismus im Social Web-Zeitalter

Jeff Jarvis, Journalistik-Prof. aus New York, macht im neuesten Elektrischen Reporter ein paar intelligente Statements über Kompetenzen von Journalisten im Social Web-Zeitalter. Großartig und anregend, finde ich, ist auch, wie er es sagt. Was ein wenig hinten runterfällt sind die klassischen Funktionen von Journalismus, die neuerdings keineswegs unwichtiger werden. Im Netzwerk „positive Dinge“ zu finden und zu transportieren, ist ja o.k., aber das entbindet leider nicht von der Aufgabe, weiterhin den Mächtigen auf die Finger zu schauen. Netzgesellschaft könnte aber möglicherweise langfristig bedeuten, „Macht“ anders zu definieren, das würde auch Journalismus verändern; ggf. meint das Jarvis. Richtig ist aber der Hinweis auf den diskursiven Charakter von Blogkommunikation, der im besten Fall demokratiefördernd ausfallen kann.

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