Vorratsdaten, Überwachung, Zensur

oder evt. in umgekehrter Reihenfolge? Als ich gestern die 20h Tagesschau sah, habe ich mich gefragt, wer als Zensor für diese Sendung verantwortlich zeichnet. Von der Aktuellen Kamera war diese Sendung jedenfalls nicht mehr weit entfernt. Und ich habe etwa 1h später eine Protestmail an die Redaktion geschickt (noch keine Antwort). Heute morgen sehe ich mit Entzücken auf versch. Foren, dass ich nicht der Einzige war.

Dass etwas mit dieser Skandal-Sendung nicht stimmte, zeigt sich auch am disproportionalen Aufbau der einzelnen Beiträge. Irgendwie flog dadurch auch das Verhältnis der Beiträge untereinander auseinander.

Skandalös war, dass über E-Pass und Merkel-Statement zu Vorratsdaten berichtet wurde (thematisch auseinander gerissen) und die Demonstration von immerhin 15.000 Bürgern in Berlin zu diesem Thema komplett verschwiegen wurde. Ich habe zwar nicht an der Demo teilgenommen, kann aber das demokratische Anliegen dieser Leute voll nachvollziehen.

Wenn also in Burma Mönche demonstrieren, wird – was ja auch völlig o.k. und angemessen ist – berichtet. Wenn sich aber im eigenen Land Bürger um die Demokratie sorgen, wird das von der Tagesschau verschwiegen.

Dass dann gleich der Volksmusikstadel nachfolgte, passt ins Bild: So wünschen sich Tagesschau und Staat vermutlich die Bürger; als taktklatschende Frührentner, die unter Vorratsdaten das Einwecken von Früchten verstehen. Bravo!

Eine Antwort auf „Vorratsdaten, Überwachung, Zensur“

Schreibe einen Kommentar