Die Online-Befragung hat sich bei der Hessen-Wahl als stabile Methode erwiesen, wenn es um möglichst präzise Prognosen geht. Alle sechs telefonisch erhobenen Vorhersagen lagen jeweils weiter vom Endergebnis entfernt als die per Online-Panel gemachte Prognose. Dazu eine Zusammenfassung aus der Feder meines Kollegen Holger Geißler:
„Urheber der Prognose war das Wahlforschungsinstitut YouGov. Das in Deutschland durch die psychonomics AG vertretene Institut sagte vergangene Woche 39 Prozent der hessischen Wählerstimmen für die CDU, 23 Prozent für die SPD, 16 Prozent für die FDP, zwölf Prozent für Bündnis 90/Die Grünen, sechs Prozent für die Linke und vier Prozent für die sonstigen Parteien voraus. (Umfrage: n=778 wahlberechtigte Hessen im YouGov Panel Deutschland, erhoben zwischen dem 12. und 13. Januar 2009).
Das amtliche Ergebnis der Wahl am 18. Januar 2009 wich nur knapp von dieser Vorhersage ab: Die CDU erhielt 37,2, die SPD 23,7, die FDP 16,2, Bündnis 90/Die Grünen 13,7, die Linke 5,4 und die sonstigen Parteien 3,8 Prozent der Stimmen.
Dabei zeigte sich die Treffgenauigkeit der Online-Wahlforschung u.a. darin, dass die klassische telefonische Erhebungsmethode deutlich zu hohe Ergebnisse für die CDU vorhersagte. Dieses Phänomen zeigte sich bereits zuvor bei den bayerischen Landtagswahlen im Jahr 2008 und bei der letzten Bundestagswahl. Auch hier lagen die klassisch erhobenen Vorhersagen für die CDU deutlich zu hoch.“

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