Don Alphonso kommt!

In unserem Seminar Journalismus im Web 2.0, das Florian Steglich zusammen mit mir im laufenden Sommersemester organisiert, wird am kommenden Montag der A-Blogger und Blogosphärenstar Don Alphonso zu Gast sein. Für die knapp 20 Seminarteilnehmer eine klasse Sache. Das ist so, wie wenn in der Jazzklasse der Musikhochschule Pat Metheny ein Seminar halten würde (oder so ähnlich).

Don Alphonso ist der führende Informant der Kultwebsite Dotcomtod.com und Autor von »Liquide«, dem erfolgreichen Schlüsselroman über die New Economy, der bereits in zweiter Auflage erschien. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich ein preisgekrönter Journalist aus München, der den Niedergang des sogenannten »Qualitätsjournalismus« der letzten Jahre miterlebt hat.

schreibt http://schwarzkopf-schwarzkopf.de
Und auf amazon.de heißt in einer Bespechung eben dieses Buches „Liquide“:

In einem seiner zentralen Anliegen versagt das Buch jedoch. Es kann keine Rede davon sein, dass hier ein tiefer Einblick in die Funktion der Wirtschaft, insbesondere der Internet-Ökonomie dieser Jahre gewährt wird. Es ist kaum mehr als eine büffetjournalistische Kapitalismuskritik der Schlechtweggekommenen. Don Alphonso, der den Text entsprechend seiner Ausbildung mit allerlei altphilologischen und kunsthistorischen Girlanden behängt hat, ist selbst ein echter Chawer. Mit einer Mischung aus verdruckstem Bildungsstolz und einer nicht ausformulierten sozialistischen Utopie im Hintergrund steigert er sich in einen beinahe religiösen Zorn auf das dekadente Treiben der letzten Ausgeburt des Kapitalismus.

Wir werden ihn fragen, wie verdruckst und gebildet er sich fühlt…

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