reflektiert Bernd Graf in der Ausgabe SZ Nr. 33 auf S. 11. Es geht um Eightmaps, das die Adressen von Personen, die für eine politische Kampagne gespendet hatten, gemappt hatte. Interessant der Satz am Ende des Artikels „wie schnell intelligente Softwareprogramme missbraucht werden können“. Abgesehen davon, dass nicht Programme selbst intelligent sind, sondern bestenfalls so genannte kollektive Intelligenz wie Schwarmverhalten für Nutzer ermöglichen, heißt es weiter: „Dass aus solchen feinmaschig einzusetzenden Applikationen Gefahren für Demokratie und Werte erwachsen können, hatte man bislang so nicht auf der Rechnung. (…) Es gibt mittlerweile viele tausend Anwendungen, deren Gefahrenpotential man gar nicht absehen kann.“ So weit so gut. Revolutionär sind aber nicht die einzelnen Programme, sondern deren Kombination respektive die Rekombination von Inhalten. Das wird im Artikel übersehen. Mashups sorgen für völlig neue Kombinationen, die durchaus brisant sein können. Also Geodaten plus Statistiken über … sagen wir … Gewalt an Schulen. Journalisten sollten aber nicht nur besorgt, sondern auch erfreut sein. Denn Mashups können auch spannende Quellen für Recherchen sein. Bspw. hier: Google Australia engineers have created a Flash map to keep track of the deadly bushfires ravaging the southeastern part of the country and help reduce the traffic burden to the official sites coordinating emergency services.
