ist zum siebten Mal verliehen worden.
Heute abend ging der Preis an Akbar Ganji, Vasil Ivanov und Dr. Wolfram Weimer. Zum ersten Mal wurde der Preis am Vorabend der Demonstration vom 9. Okt. 1989 in Leipzig verliehen, die das Ende der DDR einläutete.
Vor der Verleihung durch die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig erinnerten die drei Preisträger daran, dass selbst in westlichen Demokratien die Presse durch juristische Mittel gehindert werde, ihre Funktion der Kontrolle von Staat und Wirtschaft auszuüben.
Weimer, Chefredakteur des Politikmagazins „Cicero“, warnte vor der Preisverleihung vor einer Aushöhlung des Quellenschutzes in Deutschland. Die Redaktionsräume der Zeitschrift und die Wohnung eines Redakteurs waren von Mitarbeitern des Innenministeriums durchsucht worden.
Ihre Begründung: Ein internes Papier des Bundeskriminalamtes über einen Terroristen, das für einen Bericht des Magazins benutzt worden war, fiele unter den Tatbestand des Geheimnisverrats.
Die Beamten wollten über das Magazin die undichte Stelle ausfindig machen, Weimer und seine Kollegen dagegen die Quelle schützen. Erst in letzter Instanz, dem Bundesverfassungsgericht, gaben die Richter „Cicero“ das Recht auf Quellenschutz – fast zwei Jahre nach der Durchsuchung.
Quelle: http://www.leipziger-medienstiftung.de/2007/10/02/einladung-zur-pressekonferenz/
Die Nominierung der Preisträger wurde übrigens mit vorbereitet durch das von mir geleitete Seminar „Einführung in die Recherche“ im WS 06-07.
