Online-Inhaltsanalyse erschienen

OIA Heute 5. Feb. in der Post, direkt aus der Druckerei: Die Online-Inhaltsanalyse, Band 8 der Neuen Schriften. Zugegeben: verzögert, aber das Warten hat sich, denke ich, gelohnt! Der Band liegt auch haptisch gut in der Hand ;-) Bei Amazon ist noch kein Bild verfügbar, aber das dürfte bald ergänzt werden.

Leipzig, IPJ-Tagung: Erosion der Tageszeitungsnutzung schon seit Mitte der 80er Jahre

Heute morgen Leipzig, in der Villa Ida: IPJ-Tagung: “Crossover Trends zw. Print und Online”. Etwa 9080 Teilnehmer. Eröffnungsreferat von Michael Haller: Nutzungstrends Zeitungen. Er konstatiert für die Zeitung einen “dramatischen Nutzungswandel” und eine “Nutzungsverweigerung bei Jüngeren”. Aber: Dieser Wandel habe schon Mitte der 80er Jahre eingesetzt und ist nicht primär durch das Internet induziert, sondern bereits durch die Einführung des privaten Rundfunks gestartet worden.
Generell: Zeitung hat ggü. anderen Medien schwaches Alleinstellungsmerkmal
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Themenabend auf Arte

… heute abend zum Internet und öffentlicher Meinungsbildung. Zuerst eine Doku über Verschwörungstheorien und der dubiosen Rolle von hybriden Internetangeboten, dann eine Podiumsdiskussion. Gut kommt es ja nicht weg, das Netz. Spiegel Online wurde dagegen gelobt, wie überhaupt der deutsche Journalismus. Was bislang zu kurz kam: dass das Internet Journalisten bei der Informationsbeschaffung auch unterstützen kann. Das Netz ist ja nicht nur Informations-, sondern auch Recherchemedium.

Vorbereitungslektüre zum Tag der Pressefreiheit

In Vorbereitung zum Tag der Pressefreiheit lese ich gerade einige einschlägige Bücher zur “Erfassungsgesellschaft”, die alle in den verg. 2-3 Jahren erschienen sind:

  • Peter Schaar: Das Ende der Privatsphäre. Der Weg in die Überwachungsgesellschaft. Goldmann
  • Heribert Prantl: Der Terrorist als Gesetzgeber. Droemer
  • Gerhart Baum: Rettet die Grundrechte. Bürgerfreiheit contra Sicherheitswahn. Kiepenheuer&Witsch
  • Gut zu lesen und recht verständlich ist das Buch von Schaar. V.a. die Passagen, in denen über die historischen Wurzeln und rechtlichen Grundlagen des Datenschutzes aufgeklärt wird (bspw. im Kapitel Privatsphäre und Öffentlichkeit). Im Abschnitt “Digitale Spuren” irrt Schaar allerdings: Da heißt es: “Jeder Mausklick, jeder Seitenaufruf im Web … sind den einzelnen Nutzern zuzuordnen.” Das würde ich so absolut nicht sagen, weil es primär um die Zuordnung zu bestimmten Rechnern geht. Die Zuordnung zu Nutzern ist möglich, aber recht schwierig, wie die AGOF zu berichten weiß. Etwas irritierend sind auch die Passagen, wo Schaar kriminelles Verhalten mischt mit legalen Gefährdungen des Datenschutzes. Das sollte man m.E. auseinanderhalten.
    Letztlich ist es aber erschrenkend mal im Überblick und in einer Zusammenschau zu sehen, wie weit die “Erfassungsgesellschaft” bereits gediehen ist.