Meine Nächte mit Atlas.ti

Manchmal muss es halt qualitativ sein. Für meine Habil (ja, ich arbeite immer noch dran, bin aber in den letzten Zügen) werte ich gerade 30 Interviews mit hauptberuflichen Journalisten aus, die ihre Einschätzungen und Wahrnehmungen zur Recherche abgegeben hatten. Darunter alle Mediensparten, Ö-r wie Private, Freie und Festangestellte. abcd0016.JPGDazu verwende ich Altals.ti und je länger ich mit dem Programm arbeite, desto besser gefällt mir das Teil. Insbesondere die Netzwerkansichten und die Möglichkeit, semantische Verbindungen zu visualisieren sind wunderbar. Das Beispielfoto zeigt die Netzwerkansicht für “Relevanz”.

NDR schreibt eine Stelle für Online-Forscher aus

Öffentlich-rechtliche Anstalt auf dem Online-Trip: Der NDR hat 1 Stelle für Online-Forschung ausgeschrieben. Diese ist an die Medienforschung des Senders angebunden und – wie für Medienforschung üblich – der Intendanz zugeordnet. Als Voraussetzung ist u.a. genannt: Erfahrungen mit Logfileanalysen und Logfiles-Auswertungsprogrammen sowie dem Umgang mit komplexen Datensätzen und Erfahrungen mit Online-Befragungssoftware. Na wenn das nix ist …

Band 5 der “Neuen Schriften” erschienen,

der von Monika Taddicken geschrieben wurde. Die Dissertation evaluiert sämtliche methodischen Konsequenzen des Einsatzes von Web-Befragungen. Neben einer Darstellung bereits bekannter Methoden-Vorteile (z. B. niedrigere Effekte sozialer Erwünschtheit) werden mögliche – bislang weitestgehend unerforschte – Methoden-Nachteile theoretisch diskutiert und anhand eines empirischen Methodenvergleichs mit “traditionellen” Forschungsmethoden aufgezeigt.
Die “Neuen Schriften” werden derzeit per Bannerrotation hier beworben.
Monika Taddicken: Methodeneffekte bei Web-Befragungen. Einschränkungen der Datengüte durch ein ›reduziertes Kommunikationsmedium‹? 488 S., 27 Abb., 91 Tab., Broschur, 213 x 142 mm, 34.00 EUR

160 Einreichungen für die GOR 09 in Wien

Der verlängerte Call ist am Sonntag abend geschlossen worden. Das Conftool (elektronisches Konferenz- und Einreichsystem) verzeichnet 160 Papers. Das ist verglichen mit anderen GORs kein Spitzenwert, aber auch nicht schlecht, vor allem wenn man bedenkt, dass dies die erste GOR ist, bei der vollständig auf Englisch eingereicht werden musste (ausschließliche Konferenzsprache in Wien: Englisch). Neben “normalen” papers wurden 11 Poster, 6 Session Proposals, 7 Workshop-Vorschläge sowie 2 Roundtable-Vorschläge eingereicht. Dabei geht es recht international zu: Viele papers aus dem nahen europäischen Ausland wie Schweiz, Polen, NL, GB, Italien sind dabei.

Die Verteilung auf die übergeordneten Topics sieht demnach wie folgt aus: GOR 09 Topics

Meine nette Wochenend-Aufgabe als Vors. des Programmkomitees wird es nun sein, den Gutachtern die Einreichungen zuzuordnen. Dann werden wir Mitte Dez. in Wien entscheiden, wie wir die 20 bis 25 Sessions aufbauen.