Gelungene Tagung zum Web 2.0

Freue mich, dass die Tagung “Das Neue Netz” offenbar ein voller Erfolg war (DFG und DGOF hatten die Tagung unterstützt); die Teilnehmer sind voll des Lobes gerade weil es eine kleinere Tagung war und man sich intensiv und direkt austauschen konnte. Außerdem ist Bamberg halt ein schönes Fleckchen. Zusammenfassungen, Reflexionen und Diskussionen sind auf der Homepage der Tagung sowie hier, hier und hier.
Sozlog schreibt:

Gegenstand des Workshops waren Beiträge und kritische Diskussionen zu der Frage, ob man von einem „neuen Netz“ sprechen kann, worin die Merkmale, Entwicklungsdynamik, Potenziale und Folgen liegen. Weil die Teilnehmer ein breites Spektrum akademischer Disziplinen abdeckten, wurden diese Fragen sehr kontrovers diskutiert. Das Ganze übrigens mit vortrefflicher Organisation und in wunderschönem Bamberger Rahmen (Fotostrecke hier).

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Vorratsdaten, Überwachung, Zensur

oder evt. in umgekehrter Reihenfolge? Als ich gestern die 20h Tagesschau sah, habe ich mich gefragt, wer als Zensor für diese Sendung verantwortlich zeichnet. Von der Aktuellen Kamera war diese Sendung jedenfalls nicht mehr weit entfernt. Und ich habe etwa 1h später eine Protestmail an die Redaktion geschickt (noch keine Antwort). Heute morgen sehe ich mit Entzücken auf versch. Foren, dass ich nicht der Einzige war.
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ARD-ZDF-Online Studie zu Web 2.0

Zum Web 2.0 stellt die Studie fest, dass die meisten Nutzer weiter passiv sind, eine Beobachtung, die ich in Bezug auf Blognutzung bereits seit zwei Jahren vertrete:

Das Mitmachnetz Web 2.0 wird inzwischen von nahezu allen Onlinern genutzt. Allerdings steht weiterhin der passive Abruf und nicht das aktive Erstellen von Inhalten im Vordergrund. Beliebtester “User Generated Content” bleiben Online-Nachschlagewerke wie “Wikipedia” und Videoportale, die 47 Prozent bzw. 34 Prozent der Onliner schon genutzt haben. Allerdings haben erst 6 Prozent der Nutzer dieser Anwendungen schon einmal einen Beitrag für Wikipedia verfasst, 7 Prozent einen Film in ein Videoportal eingestellt und 2 Prozent eine eigene Spielfigur in einer virtuellen Welt wie Second Life geschaffen.

Die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie werden jährlich in der August-Ausgabe der Fachzeitschrift Media Perspektiven veröffentlicht.

GOR 08 in Hamburg: Call veröffentlicht

GOR 08

10. Internationale GOR Konferenz, GOR 08, GENERAL ONLINE RESEARCH 2008
10. – 12. Maerz 2008, Universitaet Hamburg
Veranstalter: Deutsche Gesellschaft fuer Online-Forschung – DGOF e.V.

lokale Organisation:
EARSandEYES GmbH, Hamburg (Hauptsponsor)
Lehrstuhl fuer BWL, Schwerpunkt Marketing und Medien, Prof. Sattler

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Blogscout hebelt meine Seiten aus

In den verg. Tagen wurden meine Seiten nur unvollständig geladen; bis ich den eigentlichen Fehler gefunden hatte, hatte ich alles vermutet (Hackerangriffe, Verschwörer, Innenministerium :) , Providerfehler, PHP-Versionsfehler, Fehlbedienung durch mich etc.). Jetzt steht fest: Es war blogscout, dessen Angebot abgeschaltet wurde. Der script auf meiner Seite versursachte einen loop und verlängerte maßlos die Ladezeiten. Allerdings heißt es bei blogscout:
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Wasserstadt Leipzig

Nicht weit von meiner Haustüre, quasi um die Ecke, ist heute der neue Endpunkt der Öffnung des Elstermühlgrabens eröffnet worden. Das ist ein kleines Flüsschen, das über 100 Jahre unterirdisch geführt wurde, jetzt aber wieder “ans Licht” geholt wurde. Mitten in der Stadt gibt es jetzt einen Bootsanleger, der frei benutzbar ist. Man kann sein Paddelboot einsetzen oder auch nur auf der neuen Terasse sitzen und auf eine Wasserlandschaft schauen. OB Jung gab sich auch die Ehre und fuhr im Boot gleich mal pressewirksam unter der Jahnallee durch. “Wasser ist Lebensqualität” so das Stadtoberhaupt, das sich über das schöne Wetter zur Eröffnung freute. “So muss es sein”. Elstermühlgraben Eröffnung OB
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Web 2.0 und Forschung

Wie kann empirische, sozialwissenschaftliche Forschung vom Web 2.0 profitieren? Das habe ich mal ansatzweise versucht, in einer Tabelle zusammenzufassen:

Dimensionen des Social Web

Die Tabelle differenziert die wichtigen Schlüsselbegriffe nach nutzer- und angebotsspezifischen Aspekten. Diese Unterscheidung ist bedeutsam, um sowohl kollektivistische aber auch individualistische Fehlschlüsse zu vermeiden. Unter Forschungsgesichtspunkten heißt das, die Untersuchungsobjekte und den Analyserahmen klar zu bestimmen. Ausgangspunkt ist der einzelne Nutzer auf der Mikroebene, während die angebotsspezifischen Eigenschaften erst durch Aggreagtion einzelner Nutzerhandlungen zustande kommen.

Die Frage ist, ob die Dimensionen trennscharf genug sind.
Nachtrag 11.9.: Habe die Dimensionen nochmal etwas überarbeitet und geschärft.