Mother Jones on Web 2.0

MoJo, ein US-amerikanisches, linksaufklärerisches Journalismus-Magazin, das in den 70er Jahren gegründet wurde, hat in der aktuellen Ausgabe ein dickes Paket zu Web 2.0 und Blogs geschnürt. Unter dem Titel Politics 2.0: Open-Source Politics gibt es einen Überblick, wie sich das politische Amerika und seine Protagonisten für den Präsidentschaftswahlkampf rüsten. Mit einem kritischen Unterton “Are we entering a new era of digital democracy—or just being conned by a bunch of smooth-talking geeks?” werden die Auswirkungen neuer Medien auf politische Diskussion und Kampagnen illustriert.

Zu Blogs gibt es ein eigenes Kapitel: “After crashing the gate of the political establishment, bloggers are looking more like the next gatekeepers.” Dazu gibt es Interviews mit zahlreichen Stars des Digitalen Zeitalters wie Esther Dyson, die als “Digital Philosopher and Digerati” apostrophiert wird.

Eine Reaktion auf die MoJo-Nummer kam bereits von Jay Rosen, Journalistik-Professor und prominenter Macher des Blogs PressThink:

The package begins with a page that is made up like a Wikipedia entry for Open Source Politics. (Of course no one can edit it, except Mother Jones.) This was meant to ease you into the bouncy, crap-detecting spirit of the section and get you to read it, while having a little fun with the form.

Rosen lässt leider kaum ein gutes Haar an der Ausgabe und Art, wie sie gemacht wurde.

The ‘it’ll change everything,’ ‘it’ll change nothing’ tension that runs throughout the package.” And that is how the package is framed. My question was: why? Through several emails and a phone interview, I failed in getting an answer.

Bei einer genauen Analyse liesen sich auch Parallelen zum neuen Spiegel-Special ziehen.