Web 2.0 = Marktforschung 2.0?

Artikel über neue Möglichkeiten der Markt- und Meinungsforschung im relaunchten Compact der W&V: auf den Seiten 8 und 9 geht es um digitales Neuland für die Marktforscher, die auch in SL-Welten vordringen. In SL ist jedenfalls noch kein Marktforschungsinstitut gesichtet worden.
Compact
In jedem Compact soll es künftig einen Forschungsschwerpunkt geben, der die besten Tools und die wichtigsten Ansprechpartner vorstellt. Viel Erfolg, Joachim!

Sendezeit für Blognutzer

Deutschlandradio Kultur öffnet sein Programm für Internet-Nutzer und kommt damit Brechts Radiotheorie ein Stück näher. Mit “blogspiel”, einem interaktiven Projekt rund um das Thema Radio und Audioblogs, öffnet sich das Radio nun der Blogosphäre. “blogspiel” wird in Zusammenarbeit mit der Berliner Firma trigger23 produziert und besteht aus zwei Elementen: einem Internetportal und einem wöchentlichen Magazin.

Immer samstags um 16.30 Uhr. Die Audioblogs mit den meisten Stimmen werden gesendet. Witzig ist das angeschlossene Gräuschearchiv. Hier kann jeder Töne hochladen, die wiederum von jedem verwendet werden können. Das Projekt ist für den Grimme Online Award 2007 nominiert.

D.G.O.F. hat neue Mitarbeiterin

Unsere Geschäftsstelle ist wieder besetzt! Melanie Rischke (rischke@dgof.de) aus Münster verstärkt ab jetzt unser DGOF-Office. War auch dringend nötig, nachdem Ramona Pforte Anfang Mai “das Handtuch geworfen” hat. Seitdem gingen bspw. 6.000 Mails auf das Office-Postfach ein, durch das sich Melanie jetzt erst mal durchkämpfen muss. Das ist es doch, wovon jeder von uns träumt: auch einmal 6.000 Mails zu bekommen :)
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DGPuK: morgens open access – abends closed shop

Nachtrag zur DGPuK Mitgliederversammlung, auf der die Entscheidung getroffen wurde, künftig mittels Mitgliederbeitrag zwei Fachmagazine (Medien- & Kommunikationswissenschaft und Publizistik) zu finanzieren und dafür keine Open Access Onlinezeitschrift einzurichten):
Diese inzwischen schon skandalumwitterte, dreistündige Mitgliederversammlung sorgt für Wirbel in der Blogosphäre: Jan Schmidt schreibt in seinem Bamblog:

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Wikia: Jimmy Wales’ Keynote DGPuK Bamberg

Keynote von Jimmy Wales auf der DGPuk Jahrestagung in Bamberg heute bis Sa. Er spricht über sein neues Datenbankprojekt Wikia. Der Unterschied zu Wikipedia liegt in der Informationstiefe (comprehensiveness) von Wikia. “People are digging very deep”. Das sei die Idee des long tail, ein Modell, das ansonsten keine ökonomische Umsetzung finden würde. Bspw. Über 12.000 Artikel über die Muppets, die dann als zusammenhängeder Text in Wikia über die Muppets informiert. Wikia ist als Firma konstituiert. Wikia Vision: The world’s largest sustainable free-content, user controlled media company. Offenheit und demokratische Kontrolle seine die Werte, die hinter dem Projekt stünden.
Wales DGPuK
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Neue Schriften zur Online-Forschung

Die neue Buchreihe der D.G.O.F. nimmt Gestalt an. Noch diesen Monat will ich die Manuskripte für Band 1 (Welker/Wenzel: Online-Forschung 2007) zum Halem-Verlag geben. Der Band zeigt den Kernbereich der Online-Forschung in seiner ganzen Breite auf: empirische Forschung mit dem Internet. Der Prozeß des Paper-Revision hat jetzt länger gedauert als gedacht, ein Beitrag fiel wegen Krankheit eines Autors aus, usw. Ich denke wir können dennoch ein wenig stolz sein: Der Band ist das Who-is-who der Online-Forschung in Mitteleuropa.


Neue Schriften zur Online-Forschung
Allerdings leuchtet am Horizont bereits Band 2 (Zerfaß/Welker/Schmidt: Kommunikation, Partizipation und Wirkung im Social Web – Weblogs, Wikis, Podcasts und Communities aus interdisziplinärer Sicht). Gerade ging der Termin für den Call for Chapters zu Ende und der Response war mit über 60 Papers überwältigend. Das Thema wird in vielen Fachbereichen (Medien, Kommunikation, Psychologie, Erziehungswiss., Wirtschaft etc.) aktuell diskutiert, zudem spielt es auch in der Praxis offenbar eine immer stärkere Rolle. Die neuen Kommunikationsinstrumente erobern die Unternehmen.
Als geschäftsführender Herausgeber der Gesamtreihe halte ich es für möglich, 2 Bände der “Neuen Schriften” pro Jahr zu publizieren, ist aber kein Muss.

Dalai Lama fährt Maybach

Heute gegen Mittag, ich fahre gerade mit dem Rad zum Bäcker im Hauptbahnhof, am Hotel Westin vorbei, wer läuft mir über den Weg? Der Dalai Lama! Gestern abend hatte er von der Bild-Zeitung den Medienpreis “Osgar” (wer denkt sich eigentlich diese ganzen seltsamen Namen der deutschen Film- und Medienpreise aus?) erhalten. Der Bild-Medienpreis ist ja rein PR-getrieben, ich kann nur spekulieren, dass der Dalai Lama sich von Leipzig als der Stadt der friedlichen Revolution angezogen fühlte. Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, mein N70 rauszukramen. Den Bild-Leserreporter-Preis bekomme ich dafür wahrscheinlich aber nicht! Der Dalai Lama steigt gerade standesgemäß in einen Maybach (vermutlich von DaimlerChrysler gesponsert), die Hotelcrew verabschiedet ihn (auch der Koch wie links zu sehen ist).

Dalai Lama in Leipzig

Sarko, Sego und der Wahlkampf im Netz

Heute abend, ARTE Themenabend: Einfluss des Internets auf die französischen Präsidentschaftswahlen. Auch im Netz unter http://www.arte.tv/de/geschichte-gesellschaft/Praesidentschaftswahlen-2007/Den-Film-sehen/1521680.html

Zunächst hatte ich bei dem Beitrag ein deja-vu: Auch in Frankreich gab es den gleichen Effekt wie schon in den USA: Umfragen der Institute stimmten nicht mehr überein mit den Prognosen im Internet bzw. in der Blogosphäre. Wäre es nach Internet-Aufmerksamkeit und -Zuspruch gegangen, wäre nämlich Bayrou im ersten Wahlgang mit 42% Sieger gewesen.

Hier einige der zentralen Aussagen des ersten Beitrags als Memo:
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Web 2.0 und Regierungskommunikation

Wie funktioniert Regierungskommunikation, unter Web 2.0 Bedingungen, während die klassischen Medien nicht mehr alle Teile
der Bevölkerung erreichen? Welche Zielgruppen sind besonders schwer zu erreichen? Diese Fragen will eine Diskussionsrunde auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland klären. Habe dort die Aufgabe, ein kleines Impulsreferat zu halten.

Jan Schmidt schreibt in seinem Beitrag über Social Software in Kommunen:

Das Abschlußkommunique der internationalen Konferenz „Advancing eGovernment“, die Ende Februar in Berlin stattfand, enthielt auch folgende Handlungsempfehlung an die öffentliche Verwaltung: “Prüfung neuer Wege zur Erleichterung des Dialogs mit Bürgern und Gruppen mithilfe der aufkommenden fortschrittlichen Instrumente (z.B. Web2.0)”. Verschiedene Kommunen haben dies bereits in die Tat umgesetzt und Social-Software-Anwendungen in ihre offiziellen Internetauftritte integriert, um die Aussendarstellung und den Dialog mit interessierten Bürgern zu unterstützen.

Internet Dorf

Das läßt sich sicher auch auf Landes- und Bundesebene übertragen. Wobei gertennt werden sollte zwischen Verwaltung einerseits und gewählten Regierungsvertretern andererseits, die auch nicht immer am gleichen Strang ziehen. Den bei Jan Schmidt zitierten baden-württembergischen Wettbewerb “Internet-Dorf” habe ich übrigens 2004 hier analysiert.

Auf dem Podium kann morgen Hans Hermann-Langguth von der Agentur “Zum Goldenen Hirschen” leider nicht dabei sein, aber Gabriele Hermani (Bundesinnenministerium), Thomas Braune (Brandenburg), Theo Struhkamp (Sachsen-Anhalt) und Dieter Wonka von der Leipziger Volkszeitung sind mit von der Partie.